Der 1. FC Magdeburg will im Türkei-Trainingslager den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen. Ziel: Den Aufwärtstrend der letzten Spiele fortsetzen.
Sportgeschäftsführer Otmar Schork (68) wurde während eines Pressegesprächs am Sonntagmittag deutlich: „Wir müssen geerdet bleiben. Wir wollen die Stabilität erhalten. Die Mannschaft wirkt sehr gefestigt und hat sich auch von der Tabellensituation nicht verrückt machen lassen. Grundstein ist ganz klar der Teamgeist. Wir wollen gut in die Rückrunde starten und werden keine Messlatte legen.“

Beim Auswärtsspiel in Hannover stand Andi Hoti (22/r.) letztmals in der Startelf
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Fakt ist: Verteidiger Andi Hoti ist nicht mehr dabei! Der kosovarische Nationalspieler hat seinen Wechselwunsch hinterlegt. Schork: „Er ist mit seiner Situation unzufrieden. Für uns war deshalb klar, dass wir nur Spieler mitnehmen, die mit Herzblut bei der Sache sind. Er ist freigestellt, um sich was anderes zu suchen.“
Das Kapitel Hoti scheint beendet beim FCM!
Unter Trainer Markus Fiedler startete der Abwehrmann zunächst durch, stand in der Startelf. Aber nach taktischen Umstellungen fiel er wieder raus. Auch unter Nachfolger Petrik Sander kam Hoti nicht mehr zum Zug. Schork: „Es zählt das Leistungsprinzip. Er war oft frustriert und wir haben viele Gespräche geführt. Am Ende steht sein Wechselwunsch.“
Schork schließt weitere Abgänge nicht aus. Er sagt: „Da könnte noch etwas passieren. Auch in den nächsten Tagen. Aber was ich nicht glaube, ist, dass wir einen Verkauf eines Leistungsträgers haben werden.“
Schork verteidigt großen FCM-Kader
Schork möchte die Substanz des Kaders beibehalten. Deshalb stehen auch Neuzugänge auf dem Plan. Der Sportchef: „Wir haben in den zurückliegenden Winterperioden immer zwei, drei Neue geholt. Wir müssen schauen, was der Markt hergibt. Im Tagesgeschäft kann es schnell gehen.“
Mit aller Macht verteidigte Schork die Größe des Kaders. Zeitweise standen bis 36 Profis auf der Spielberechtigungsliste. Schork: „Davon haben wir mit Marusic, Leipertz, Meier und Kuhinja vier aus dem Zweitliga-Kader genommen und in die U23 gesteckt. Zudem hatten wir zeitweise zehn verletzte Profis und standen mit gerade mal 22 Spielern da. Deshalb bin ich froh, dass wir einen Kader in dieser Größe besitzen.“