Der Wert der Beute bei einem Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen liegt möglicherweise bei mehr als 100 Millionen Euro. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, gaben einzelne Kunden an, dass sie
jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gelagert hätten.
Nach Informationen der Zeitung Bild kommt die Herkunft der Gelder
den Ermittlern teils seltsam vor. Es könne sich um Schwarzgeld oder
auch Gelder von Clans handeln, hieß es. Offiziell sei von den Betroffenen
vielfach von „Hochzeitsgeldern“ die Rede, berichtete dpa.
Einsatzkräfte hatten den Einbruch am
Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter
brachen fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im
Stadtteil Buer auf. Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie
ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Der Raub zog sich
möglicherweise über mehrere Tage hin.
Filiale bleibt geschlossen
Die Beute wurde zunächst grob mit der
Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben. Später
sagte ein Polizeisprecher: „Wir gehen von einem mittleren zweistelligen
Millionenbetrag aus.“ Die Schadenssumme lasse sich aber gegenwärtig nicht
seriös beziffern, hieß es in der offiziellen Mitteilung.
Die Sparkassen-Filiale bleibt derweil noch
einige Tage geschlossen. Die Beseitigung der Einbruchschäden sei noch
nicht abgeschlossen, teilte die Bank mit. Das Loch im Tresorraum wurde inzwischen von Spezialisten geschlossen. Die Kunden sollen informiert
werden, sobald die Filiale wieder öffnet.
Sparkassen-Mitarbeitende registrieren unter
notarieller Aufsicht Wertgegenstände und Dokumente, die die Täter nicht
mitgenommen haben. Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Man
bedauere den Vorfall zutiefst und stehe in engem Kontakt mit der
Polizei, teilte die Sparkasse mit.
Polizei fahndet mit Fotos nach Tätern
Die Polizei veröffentlichte am Wochenende Fotos der maskierten Tatverdächtigen.
Es handelt sich um Aufnahmen aus Überwachungskameras. Nach Angaben
eines Polizeisprechers wurden sie am 29. Dezember in dem angrenzenden
Parkhaus aufgenommen, von dem aus sich die Einbrecher Zutritt zu der
Bank verschafft hatten.
© Lea Dohle
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Die Polizei hofft nun auf Hinweise zu den
Personen und den Autos. Nach dem Einbruch gehen die Ermittler
zahlreichen Hinweisen nach. Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge
aber nicht.
Gelsenkirchen Bankraub
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