Newsblog zum Ukraine-Krieg

Wie bei Maduro: Medwedew kann sich Entführung von Merz vorstellen

Aktualisiert am 04.01.2026 – 18:42 UhrLesedauer: 31 Min.

Dmitry Medwedew (Archivbild): Der ehemalige Kremlchef droht auch dem ukrainischen Präsidenten.Vergrößern des Bildes

Dmitry Medwedew (Archivbild): Der ehemalige Kremlchef droht auch dem ukrainischen Präsidenten. (Quelle: IMAGO/Ekaterina Shtukina/imago-images-bilder)

Ex-Kreml-Chef droht Merz. In Kiew ist eine Autobombe explodiert. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ein Schwarm ukrainischer Drohnen ist nach russischen Angaben beim Anflug auf die Hauptstadt Moskau ins Visier der Flugabwehr geraten. Mindestens 32 Drohnen seien bereits abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Über eventuelle Schäden oder mögliche Opfer machte er keine Angaben.

Wegen des Anflugs der Drohnen wurde auf den Moskauer Flughäfen Schukowski und Wnukowo aus Sicherheitsgründen vorübergehend der Flugbetrieb eingestellt. Ankommende Flüge wurden umgeleitet.

Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz. „Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein“, sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. „Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.“

Wenn behauptet werde, dass der nun entmachtete venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ein illegitimer Präsident sei, dann halte das keiner Kritik stand, sagte Medwedew weiter. Dies gelte vor allem für die europäischen Reaktionen, die einen „doppelten Standard“ Europas aufzeigten.

Er fügte mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hinzu, dass es aus dieser Sicht „sicherlich besser ist, sich nicht zu entspannen“, da dessen Amtszeit längst abgelaufen sei. Selenskyj allerdings bleibt aufgrund der Verfassung zu Kriegszeiten im Amt.

Bei einer Autoexplosion in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben ein Soldat verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft der Millionenmetropole mitteilte, kam es beim Öffnen des Kofferraums zu der Detonation. Der Soldat sei durch Splitter verletzt worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts eines Terroranschlags. Nähere Angaben etwa zum Besitzer des Fahrzeugs oder möglichen Hintergründen machten die Ermittler nicht.

Die Ukraine warnt in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg immer wieder vor der Gefahr von Anschlägen und Sabotage im eigenen Land. Dabei gab es bereits mehrere Tote. Die ukrainischen Geheimdienste wiederum sind Drahtzieher schwerer Bombenattentate in Russland, bei denen etwa in Moskau auch Generäle getötet wurden.