Während die meisten Besucher im Zoo Hannover gemütlich an den Gehegen entlangschlendern, läuft hinter den Kulissen ein ziemlich straffer Zeitplan.
Bevor die Tiere überhaupt frühstücken können, muss erstmal eine ordentliche Strecke abgefahren und einiges geschleppt werden. Die Uhr tickt dabei. Genau dafür sind Futterfahrer Marco und Azubi Julian unterwegs und das jeden Morgen. Die NDR Doku-Soap „Seelöwe und Co.“ (Folge 2, Erstausstrahlung am 2. Januar 2026) folgt den beiden bei ihrer tagtäglichen Tour.
Hinter den Kulissen: So startet der Zoo Hannover in den Tag
Julian unterstützt Marco dabei, die Tagesrationen für rund 2.000 Tiere pünktlich in die sieben Reviere zu liefern. Das ist definitiv kein Spaziergang. „Pro Kiste haben wir zehn bis 15 Kilo. Wenn wir Säcke verteilen, sind es nochmal so 20 bis 25 Kilo. Und 600 bis 800 Kilo pro Fahrt haben wir schon drin an Futter“, erklärt Marco in die NDR-Kamera. Die Reviere müssen auf dem 22 Hektar großen Gelände in gerade mal zwei Stunden mit Futter versorgt sein – schließlich haben 2.000 Tiere Hunger. Verfahren ist keine Option, zum Glück arbeitet Marco schon seit neun Jahren im Zoo Hannover und kennt jede Ecke. Meist wird er von einem Azubi aus der Tierpflege unterstützt. Los geht es im Afi Mountain, wo vor allem Pflanzenfresser warten. Bis spätestens 9 Uhr müssen hier alle Kisten ausgeliefert sein.
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Nicht nur Futter steht auf der Lieferliste. Auch Küchenutensilien sind gefragt und begehrt. Eine Pflegerin bringt es auf den Punkt: „Zwei Brotmesser bitte, aber ein stabiles […], weil um das prügeln wir uns mittlerweile.“ Der Wunsch klingt nach Humor, ist aber ernst gemeint, denn ohne vernünftiges Werkzeug, wird das Zerstückeln des Futters zur echten Herausforderung. Weiter geht es also im Sambesi Süd. Hier warten die Antilopen, Ziegen und Schweine auf ihr Obst, Gemüse und vor allem auf eine große Ladung Grünzeug – schließlich brauchen sie auch ihre tägliche Vitaminbombe. Insgesamt verfüttert der Zoo Hannover jährlich bis zu 11.000 Kisten Obst und Gemüse. Dabei wird vorsorglich nach Bedarf der Tiere Futter besorgt und geliefert. Flusspferde bekommen beispielsweise extra festen Salat. Der Grund ist simpel: Er darf nicht auseinanderfallen, damit die Pfleger gut ins Maul zielen können.
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Was für Besucher unsichtbar bleibt, ist ein perfekt eingespieltes Team und System. Muskelkraft, geübtes Timing und Sonderwünsche gehören alle zu der Arbeit dazu. Genau das macht diese Lieferung im Zoo Hannover besonders spannend.
Ganze Folgen von „Seelöwe und Co.“ findest du auch in der ARD-Mediathek (HIER geht’s weiter).