Es gibt noch rund 150 Nachfahren der berühmten jüdischen Dresdner Bankiers-Familie in der ganzen Welt verstreut – in den USA, Brasilien, Großbritannien und der Schweiz. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass Dresden ein neues internationales Begegnungszentrum bekommt. Das sogenannte „Haus der Brücke“ in der Rähnitzgasse soll sprichwörtlich „Brücken zwischen Kulturen und Religionen bauen“, so Steven Schaefer, Ururenkel von Georg Arnhold.

Georg Arnhold führte seit 1881 mit seinem Bruder Max das Bankhaus Gebrüder Arnhold, das im Nazi-Regime enteignet und der Dresdner Bank zugeschlagen wurde. Das Bankhaus war in den Dreißiger Jahren eine der führenden Privatbanken Deutschlands. Über die Jahrzehnte wurde die Familie Stück für Stück für die Enteignungen entschädigt. „Jedes Mal wenn wir etwas zurück bekamen, wollten wir was an Dresden abgeben“, so Steven Schaefer. 

2025 spendeten sie 1,9 Millionen Euro für das ehemalige Kunsthaus in der Rähnitzgasse, das in die sanierte Robotron-Kantine umzieht. Dafür wurde Platz für das Begegnungszentrum „Haus der Brücke“. Das Geld wird für den Umbau und die Sanierung beider Objekte eingesetzt.