
Nach dem Sensationssieg gegen die Adler Mannheim sind die Dresdner Eislöwen wieder auf dem harten DEL-Boden gelandet. Dabei musten die Sachsen am Sonntag eine 1:8-Heimklatsche gegen Ligaprimus Kölner Haie einstecken. Es ist die bislang höchste Saisonpleite des Aufsteigers.
Köln mit Blitzstart
Dresden verschlief die Anfangsphase und kassierte in Unterzahl erst durch Oliwer Kaski das frühe 0:1 (3.), ehe kurz darauf Dominik Bokk (6.) mit einem Schuss nahe der rechten Bande ins lange Eck Eislöwen Goalie Jussi Olkinuora überraschte. In der 11. Minute schlugen die Haie erneut im Powerplay durch Maximilian Kammerer zu. Im Anschluss wurde Dresden stärker, blieb aber vor dem Tor zu harmlos. Besser machten es die Kölner, die in Unterzahl durch Juhani Tyrväinen (19.) gegen unsortierte Sachsen den Drittelschlusstand markierten.
Stocker gibt DEL-Debüt – Ehrentreffer durch LeBlanc
Im Mittelabschnitt, in dem Paul Stocker für Stamm-Goalie Olkinuora ran durfte und sein DEL-Debüt gab, erhöhten die Rheinländer in Unterzahl durch Rayn MacInnis (25.). Doch Dresden steckte nicht auf und belohnte sich mit dem 1:5, als Drew LeBlanc (28.) die Scheibe sehenswert unter die Latte hämmerte. Auch danach agierte Dresden bemüht, doch Köln zeigte durch Bokk seine erneute Effizienz (36.).
Auch im Schlussdrittel zeigten die Gäste ihre offensive Klasse, denn Patrick Russell (44.) und Tanner Kero (49.) legten für den haushohen Favoriten nach. Zwar kämpfte Dresden weiter mit vereinten Kräften, doch ein zweiter Treffer gelang nicht.
Stimme zum Spiel
Gerry Fleming (Cheftrainer Dresdner Eislöwen): „Es war einfach einer dieser Abende, an denen egal, was wir gemacht haben, jeder Fehler direkt im eigenen Tor gelandet ist. Ich fand, dass die Jungs gekämpft haben, besonders im zweiten und dritten Drittel – wir haben nicht aufgegeben. Wir haben Paul in sein erstes Profispiel gestellt, was natürlich eine große Herausforderung war, noch dazu gegen eines der Top-Teams der Liga. Vielleicht war es nicht die beste Situation für ihn, aber die Mannschaft hat hart für ihn gearbeitet. Es gilt dieses Spiel anzuhaken und sich auf das Spiel gegen Bremerhaven zu konzentrieren.“
SpiO