Rhein-Pfalz-Kreis / Metropolregion Rhein-Neckar – In Waldsee ermittelt die Polizei wegen eines mutmaßlichen Betrugs beim Verkauf eines Fahrzeugs. Ein 39-jähriger Mann wollte am 30.12.2025 seinen intakten Mercedes-Kleinbus über ein Inserat veräußern. Ein Kaufinteressent aus Frankfurt erschien zur Besichtigung und unternahm eine Probefahrt.
Während dieser ließ der Verkäufer den Interessenten kurzzeitig allein mit dem Fahrzeug. Wenig später trat plötzlich eine Fehlfunktion auf. Der Kaufinteressent erklärte daraufhin, es handele sich vermutlich um einen Getriebeschaden, zeigte jedoch weiterhin Kaufinteresse – allerdings zu einem deutlich niedrigeren Preis. Der Verkäufer stimmte dem zu und übergab das Fahrzeug zugelassen, inklusive Kennzeichen und Fahrzeugpapieren, mit der Vereinbarung, den Wagen innerhalb von zwei Tagen umzumelden.
Am 02.01.2026 fiel der Mercedes bei einer Verkehrskontrolle in Frankfurt auf, da die Ummeldung entgegen der Abmachung nicht erfolgt war. Weitere Ermittlungen ergaben den Verdacht, dass der Käufer während der Probefahrt einen Stecker bzw. Adapter am OBD-Anschluss im Fußraum angebracht hatte, um eine technische Störung vorzutäuschen und so den Kaufpreis zu drücken.
Besonders brisant: Der ursprüngliche Verkäufer entdeckte seinen ehemaligen Mercedes später erneut im Internet – dort zum rund dreifachen Preis angeboten, mit der Beschreibung: „Motor und Getriebe laufen sehr gut!“
Die Ermittlungen dauern an. Zuständig ist die Polizeiinspektion Schifferstadt.
Zuletzt aktualisiert am 4. Januar 2026, 21:33