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Rostock, Deutschland 03. Januar 2026: 1.BBL - 2025/2026 - Rostock Seawolves vs. Skyliners Frankfurt Im Bild:v. li. im Zweikampf Logan Johnson Frankfurt Skyliners und Lukasz Kolenda ROSTOCK SEAWOLVES *** Rostock, Germany 03 January 2026 1 BBL 2025 2026 Rostock Seawolves vs Skyliners Frankfurt In the picture from left in the duel Logan Johnson Frankfurt Skyliners and Lukasz Kolenda ROSTOCK SEAWOLVES Copyright: xFotostandx/xVoelkerxGroßer Kampf, kein Ertrag: Logan Johnson (links) und die Skyliners gehen in Rostock leer aus. © Imago/fotostand / Voelker/IMAGO/Fotostand

Die Frankfurt Skyliners unterliegen den Rostock Seawolves mit 77:82. Ihre Aufholjagd wird nicht belohnt.

Mit dem unglücklichen Ausgang ihres Ostsee-Krimis wollte unter den Besuchern hinterher niemand hadern, öffentlich jedenfalls nicht. Dabei hätte es durchaus einen Anlass dazu gegeben. Nicht nur Klaus Perwas indes beschränkte sich auf Glückwünsche an die Gastgeber von den Rostock Seawolves und eine gute Portion Selbstkritik. „Wir sind natürlich sehr unzufrieden mit der ersten Halbzeit“, betonte der Headcoach der Frankfurt Skyliners, konnte nach einer 77:82 (24:38)-Niederlage im Treffen zweier Teams aus dem breiten Mittelfeld der Basketball-Bundesliga aber auch festhalten: „Wir haben Moral gezeigt und eine tolle zweite Halbzeit gespielt.“ Entscheidend für den ausgebliebenen Lohn einer großen Aufholjagd war dann letztlich, dass „wir am Ende einige unglückliche Situationen hatten“.

Dazu gehörte, dass 20 Sekunden vor Schluss Frankfurts Kapitän Till Pape auf zumindest zweifelhafte Weise der Ball geklaut wurde, ohne den wohl fälligen Pfiff – und die Chance, beim Stand von 74:76 erneut auszugleichen, dahin war. Stattdessen nutzte Rostock einen Hauch später eigene Freiwürfe zu einer fast schon entscheidenden Führung.

So oder so: Die Gäste aus Hessen hatten im Nordosten der Republik genug Gründe, bei sich selbst Fehler zu suchen, in der ersten Halbzeit jedenfalls. Gleich die ersten Rostocker Punkte wuchsen sich am Samstagabend zu einem 0:18-Lauf für die Frankfurter aus, mit den Spielzügen der Seawolves kamen sie lange überhaupt nicht zurecht. Und trafen selbst viel zu wenige Würfe. Bezeichnend: Den ersten erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf landete Will Christmas praktisch mit dem Pausensignal, auch so waren es nur magere 24 Punkte in der ersten Hälfte – auf die aber eine ganz andere zweite folgte.

„Wir haben ein begeisterndes Spiel gesehen. Es war alles drin, was ein Basketballspiel ausmacht“, konnte Coach Perwas danach dann zu Recht sagen. Tatsächlich sollten sich die Skyliners mit einem starken dritten Viertel zurückmelden und bis auf sieben Punkte verkürzen – angeführt von ihrem Topscorer Isaiah Swope (19 Punkte) und dem für einen so großen Kerl aus der Ferne erstaunlich treffsicheren Jacob Knauf mit einer Dreier-Serie.

Fünf Minuten vor Schluss glichen sie sogar zum 67:67 aus und hatten alle Karten in der Hand. Ein paar vergebene Freiwürfe zu viel, vielleicht ein Pfiff zu wenig – Kleinigkeiten gaben den Ausschlag, zu Ungunsten der Frankfurter, für die es nächsten Samstag daheim gegen die Chemnitz 99ers weitergeht. Auch das weitere Fehlen von Jaedon LeDee, ihrem bis zu seiner leidigen Daumenverletzung Besten und seit sieben Spielen außen vor, machte sich unter den Körben bemerkbar. Die Gesamtbilanz von jetzt sieben Siegen und sieben Niederlagen bleibt indes ordentlich, auch ohne Happy End an der Ostsee.