Mit einem neuen Orden und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm setzt die Kirchengemeinde in Köln-Zollstock auch in der Session 2026 ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Engagement. Das bunte Karnevalsgeschehen steht ganz im Zeichen des Mottos „Alaaf – Mer tun et för Zollstock“ – eine Hommage an die Menschen, die das Veedel mit Leben füllen. Im Interview spricht Pfarrer Oliver Kießig – Vorsitzender des Gemeindeausschusses und aktives Mitglied der Roten Funken – über die Symbolik des Ordens, das geplante Programm und die besondere Atmosphäre der Session.
Wie sieht der neue Orden aus?
Der neue Orden greift das Sessionsmotto 2026 auf: „Alaaf – Mer tun et för Kölle.“ Für unsere Gemeinde haben wir es bewusst abgewandelt in „Alaaf – Mer tun et för Zollstock“. Damit bringen wir zum Ausdruck, wie stark unser Veedel von Menschen geprägt wird, die sich engagieren, anpacken und das Miteinander gestalten.
Optisch ist der Orden farbenfroh und lebendig, fast wie ein kleines Wimmelbild: viele Figuren, viele Szenen, viel Bewegung. Wer ihn in der Hand hält, entdeckt immer wieder neue Details. Er steht damit sinnbildlich für die Vielfalt unseres Stadtteils.
Was ist darauf zu sehen – und warum?
Der Orden zeigt Menschen aus dem Veedel, die sich auf ganz unterschiedliche Weise einbringen. Einige Personen sind bewusst erkennbar gestaltet – etwa unsere Gemeindesekretärin, der Präsident des Schützenvereins oder der Leiter unseres Bläserchores. Sie stehen stellvertretend für viele Engagierte, die Zollstock das ganze Jahr über lebendig halten.
Andere Figuren sind allgemein gehalten, damit sich möglichst viele Menschen in ihnen wiederfinden können. Denn genau das möchten wir mit dem Orden ausdrücken: Jede und jeder trägt etwas zu unserem Veedel bei. Zollstock lebt von seiner Vielfalt – und das wollten wir darstellen.
Was gefällt dir daran besonders gut?
Am meisten begeistert mich die Farbenfroheit und Lebendigkeit des Ordens. Er ist nicht nur schön anzuschauen, sondern erzählt auch eine Geschichte. Und es macht wirklich Freude, immer wieder neue kleine Elemente zu entdecken. Der Orden lädt dazu ein, hinzuschauen und sich selbst als Teil dieses bunten Miteinanders zu verstehen.
Was kommt auf die Jecken in der Session 2026 zu?
Unsere Gemeinde wird auch 2026 wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm anbieten.
Los geht es am 11. Januar mit unserem traditionellen Karnevalsflohmarkt, der jedes Jahr viele Menschen anzieht.
Am 6. Februar feiern wir eine große Karnevalsparty. Am 7. Februar stehen die Kinder im Mittelpunkt – da finden gleich mehrere Kinderkarnevalspartys statt.
Spirituell wird es am 8. und 15. Februar, wenn wir zu unseren Karnevalsgottesdiensten einladen.
Beim Zollstocker Dienstagszug am 17. Februar sind wir selbstverständlich wieder mit einer eigenen Gruppe dabei – ein Highlight für viele aus der Gemeinde.
Und etwas ganz Neues kommt in diesem Jahr hinzu: Zum ersten Mal wird es am 17. Februar auch eine Nubbelverbrennung geben – ein ritueller und zugleich humorvoller Abschluss des jecken Treibens.
Worauf freust du dich besonders?
Ich freue mich auf die besondere Atmosphäre, die der Karneval in unser Veedel bringt. Menschen, die sich sonst vielleicht gar nicht kennen, kommen miteinander ins Gespräch, feiern zusammen, lachen, tanzen und teilen unbeschwerte Momente. Diese Leichtigkeit und dieses gemeinsame Erleben sind für mich das Schönste an der Session – und jedes Jahr aufs Neue bewegend.
Text: Oliver Kießig/ APK
Foto(s): Oliver Kießig/ APK