Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge beweist RASTA Vechta gegen die NINERS Chemnitz sowohl Nervenstärke als auch defensives Durchsetzungsvermögen. Zwar stemmt sich Kevin Yebo mit 25 Punkten und zehn Rebounds gegen die Niederlage, doch Alonzo Verge (26, 7 Assists) und Co. finden nach der Pause genug defensives Momentum, um das Geschehen zu ihren Gunsten zu drehen.

Spielverlauf und Wendepunkt: Die Gastgeber kamen besser aus den Startblöcken und traten zunächst die Flucht nach vorn an. Dabei tat sich besonders die Flügel-Zange um Kostja Mushidi und Nike Sibande hervor, die im ersten Viertel je acht Zähler markierten (25:19, 10. Minute). Da auf Seiten der Niedersachsen allerdings Alonzo Verge zunehmend aufdrehte und zum Pausentee bereits 18 Punkte auf dem Konto hatte, blieb die Differenz zunächst halbwegs konstant (43:39, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel kam Vechta mit mehr defensiver Intensität zurück aufs Parkett, sodass das Momentum zügig auf die Seite der Gäste kippte. Chemnitz tat sich gegen die RASTA-Physis schwer, während Tevin Brown für die nötigen Impulse sorgte, welche die Gäste brauchten, um die Führung an sich zu reißen (64:70, 30. Minute). Im letzten Durchgang suchte der langsam sein Selbstvertrauen findende Tommy Kuhse immer wieder das Pick’n’Roll mit Tibor Pleiss, wogegen Chemnitz nur selten ein Mittel fand. Stattdessen ließ Coach Rodrigo Pastore generell den Druck auf den ballführenden Spieler erhöhen, was zu Ballverlusten und schwereren Würfen spät in der Wurfuhr führte. Die NINERS kamen so noch einmal heran, doch Verge konterte dies mit klugen Pässen und einem tiefen Dreier, der die Entscheidung brachte.

Deutete in der zweiten Hälfte an, dass er immer besser in Form kommt: Tommy Kuhse (mit Ball). (Foto: Hudl)

Duell im Fokus: Neue Schule gegen Euroleague-Veteranen … oder: Kevin Yebo vs. Tibor Pleiss. Die beiden kamen von der Bank und trumpften, teilweise auch im direkten Duell miteinander, groß auf. Der Neunziger traf auf dem Weg zu seinen 25 Punkten drei Dreier (bei sieben Versuchen) und sicherte sich zudem zehn Rebounds. Mit 16 Zählern und zehn Boards kam auch der RASTA-Big-Man auf ein Double-Double, wobei er sechs seiner neun Feldwürfe versenkte.

Zahlen, bitte: 16 … Offensiv-Rebounds sicherte Vechta sich, Chemnitz kam auf sieben zweite Chancen.

Spieler der Partie: In der ersten Hälfte hielt er die Gäste im Spiel, auf der Zielgeraden brachte er den schmalen Vorsprung über die Zeit. Alonzo Verge legte 18 seiner insgesamt 26 Zähler vor der Pause auf, verteilte dafür aber nach dem Seitenwechsel sechs seiner sieben Vorlagen.

Die Deutschen: Bei den NINERS kam Kostja Mushidi mit 19 Zählern auf einen neuen Saisonbestwert.

Am Rande der Bande: … saßen 4.751 Zuschauer.

Die NINERS mussten ohne Ty Brewer auskommen, der den Club gen UNICS Kazan verlassen hat. „Normalerweise möchten wir mitten in der Saison keine Leistungsträger abgeben. Für Ty ist es aber eine einmalige Chance, und weil außerdem Aher Uguak voraussichtlich in wenigen Wochen in unseren festen Kader zurückkehren wird, haben wir die Freigabe erteilt“, begründet Geschäftsführer Steffen Herhold die Entscheidung in der offiziellen Pressemitteilung des Clubs.

So geht’s weiter: Die NINERS Chemnitz müssen bereits am Mittwoch, den 07.01.2026, im EuroCup auswärts bei den London Lions antreten – der Tipoff ist für 20:30 Uhr angesetzt. Dem Team von RASTA Vechta steht am Sonntag, den 11.01.2026, ein Heimspiel gegen die Fitness First Würzburg Baskets ins Haus (Spielbeginn: 16:30 Uhr).

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.