
AUDIO: Jörg Schmadtke sieht sich nicht als 96-Heilsbringer (1 Min)
Stand: 04.01.2026 12:11 Uhr
Jörg Schmadtke ist zurück bei Hannover 96. Kommt nun der ersehnte Aufschwung beim Fußball-Zweitligisten? Der neue starke Mann gibt sich zurückhaltend und warnt vor falschen Erwartungen.
Jörg Schmadtke – dieser Name steht in Hannover für rauschende Europapokal-Nächte. Gemeinsam mit Trainer Mirko Slomka führte der 61-Jährige die Niedersachsen 2011/12 und 2012/13 zweimal in die Europa League. Kein Wunder also, dass die Euphorie unter den 96-Fans groß ist, seitdem der Fußball-Zweitligist Schmadtke an Heiligabend als neuen Geschäftsführer Sport und damit als Nachfolger des zu RB Salzburg gewechselten Marcus Mann vorgestellt hat.

Jörg Schmadtke übernimmt als Sport-Geschäftsführer die Verantwortung für die Lizenzmannschaft und die 96-Akademie. Er erhält einen Vertrag bis 2029.
Doch Schmadtke sieht sich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit in Hannover nicht als Heilsbringer. „Man muss mit dem Blick auf die Vergangenheit auch aufpassen. Das weckt manchmal falsche Erwartungen“, sagte er im Trainingslager im türkischen Belek. „Es ist eine neue Zeitrechnung: Damals war es Erste Liga, jetzt ist es Zweite Liga, auch wenn wir eine Idee haben, wie wir vielleicht auf Sicht wieder Erstligist werden.“
Eigentlich hatte sich Schmadtke nach seiner Zeit beim VfL Wolfsburg und einem kurzen Intermezzo beim FC Liverpool bereits in den Ruhestand verabschiedet. Zeit mit der Familie und viele Reisen statt Fußball standen im Mittelpunkt. Doch nun hat er sich für eine Rückkehr nach Hannover entschieden. „Ich habe mich jetzt zwei Jahre um andere Dinge gekümmert, aber jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich Menschen, die ich mag, unterstützen kann“, so der Ex-Torwart.
Rückkehr in die Erste Liga das Ziel
Das gemeinsame Ziel ist klar: Hannover 96 soll zurück in die Erste Liga. Doch dass dies nicht einfach wird, mussten die Niedersachsen bereits in der Hinrunde erleben. Trotz eines starken Saisonstarts liegen die „Roten“ zur Winterpause nur auf Platz fünf, mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz.
Schmadtke sieht die Zwischenbilanz allerdings nicht so negativ wie andere im Umfeld des chronisch unruhigen Traditionsvereins: „Wir sind ein Club, der im Sommer einen Monster-Umbruch gemacht hat. Wir haben eine relativ junge Mannschaft. Wir sind zur Halbserie Fünfter mit Anschluss nach oben, da würde ich sagen, es war eine gute Hinrunde.“
„Winter ist kompliziert bei Transfers“
In den Tagen von Belek soll es nun darum gehen, noch besser als Team zusammenzuwachsen und im anspruchsvollen Spielstil von Trainer Christian Titz an den Feinheiten zu arbeiten. Zudem wird Schmadtke viel Zeit am Telefon verbringen, um noch den einen oder anderen Neuzugang zu verpflichten. Vor allem für den Sturm ist Hannover auf der Suche.
Leicht werde das aber nicht, räumte Schmadtke ein. „Der Winter ist kompliziert bei Transfers“, sagte der neue starke Mann bei 96. „Der Markt ist teurer, du kannst dem Spieler außerdem kaum Zeit zur Eingewöhnung geben. Die Veränderungen werden nicht riesengroß sein.“ Mit seiner großen Erfahrung und seinen guten Verbindungen will der neue Sport-Geschäftsführer aber etwas möglich machen – und damit erste Erwartungen erfüllen.

Welche Neuzugänge von Hannover 96, Holstein Kiel und Eintracht Braunschweig haben eingeschlagen – und welche nicht? Das sagen die Daten.

Der Traum von der Bundesliga-Rückkehr lebt bei Hannover 96. Die empathische Art von Trainer Christian Titz hat daran großen Anteil.

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