Kälte in Deutschland und Österreich
Nächte mit bis zu minus 20 Grad erwartet
Aktualisiert am 05.01.2026 – 02:20 UhrLesedauer: 3 Min.
Winterspaziergang im Englischen Garten in München: Im Süden Deutschlands sinken die Temperaturen deutlich. (Quelle: IMAGO/imago)
Deutschland und Österreich steht eine eisige Woche bevor. Die Temperaturen könnten mancherorts auf Tiefstwerte im zweistelligen Bereich fallen.
Die klirrende Kälte bleibt – und sie legt sogar noch zu. In den kommenden Nächten könnten die Temperaturen in Deutschland und Österreich mancherorts auf bis zu minus 20 Grad sinken. Wie Medien berichten, rechnen sowohl der Deutsche Wetterdienst als auch GeoSphere Austria mit strengem Frost – besonders in schneebedeckten Regionen und bei klarem Himmel.
Besonders betroffen sind Gebiete, in denen ab Montag neue Schneefälle drohen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer des Wetterdienstes Q.met, sagte auf Anfrage der „Bild“-Zeitung: „Wenn es nachts aufklart, kühlt es ordentlich ab. Dann sind Temperaturen von minus zehn bis minus 15 Grad möglich. Über Schnee können sie sogar auf minus 20 Grad sinken.“ Das gelte vor allem für Regionen mit geschlossener Schneedecke. Schnee reflektiere die verbliebene Tageswärme direkt zurück in den Himmel – besonders bei klarem Nachthimmel werde es dann rasch sehr kalt.
Auch der Deutsche Wetterdienst bestätigte laut „Bild“, dass bereits in der Nacht auf Montag mit verbreitetem Frost zwischen minus einem und minus acht Grad zu rechnen sei. Bei klarem Himmel über Schnee seien besonders im Süden Temperaturen unter minus zehn Grad wahrscheinlich. In einzelnen Tälern der Mittelgebirge und der Alpen könne das Thermometer sogar bis auf minus 20 Grad fallen.
Nicht nur im Süden Deutschlands bibbern die Menschen. Die neue Woche startet auch in Nordrhein-Westfalen winterlich. Am Montagnachmittag könne es vereinzelt Schnee geben und glatt werden, teilte DWD laut Nachrichtenagentur dpa mit. Die Höchsttemperaturen liegen demnach im Flachland bei minus ein bis zwei Grad sowie im Bergland bei minus fünf bis null Grad. Auch für Mecklenburg-Vorpommern kündigte der DWD für die kommenden Tage winterliche Bedingungen an.
In den nächsten Tagen bleibt es in Deutschland also bitterkalt. „Der Winter ist gekommen, um zu bleiben“, sagte Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn vom DWD mit. „Tagsüber gibt es nur sehr vereinzelt im Westen und Nordwesten zarte Plusgrade, sonst verbleiben wir im Dauerfrost.“
Tiefausläufer bringen nächste Woche vor allem in Norddeutschland feuchte Luft mit wiederholten Schneeschauern. Der Süden profitiert dagegen von schwachem Hochdruckeinfluss und mehr Sonnenschein. Der Schnee taut bei Frost nicht – auch die Wintersonne vermag ihn nicht zu schmelzen. Im Bergland heiße es daher weiterhin: „Ski und Rodel gut“, so Kern.
Sie ergänzte: „Des einen Freud’ ist des anderen Leid: Schneeschauer sorgen für teils glatte Straßen und Wege. Eine angepasste Gang- und Fahrweise ist ratsam.“ Auch fürs morgendliche Freikratzen der Autoscheiben sollte man derzeit etwas mehr Zeit einplanen. Erst in der zweiten Wochenhälfte setzt sich laut DWD wieder mildere Luft durch – dann könnte Deutschlands Dauerfrost enden.
