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An der Silvestermeile gibt es Kritik. © Peter Kneffel
In München fand erstmals die Silvestermeile statt. Doch der Eintrittspreis von 40 Euro stößt auf Kritik. ÖDP und München-Liste fordern Änderungen.
München – Viele Münchner haben auf der Ludwigsstraße das neue Jahr begrüßt – rund 10.000 nach Angaben der Veranstalter. Denn erstmals hatte dort die Silvestermeile stattgefunden – mit Livemusik und Lichtprojektionen mit Lasertechnik. Das zentrale Fest gilt als Alternative, da innerhalb der Altstadt Böller und Raketen verboten sind. Doch es gibt auch vereinzelt Kritik, da es sich um eine kommerzielle Veranstaltung handelt. ÖDP und München-Liste wollen daher das Konzept überarbeitet wissen.
Kritik an kommerzieller Silvestermeile in München: Wegen hoher Preise viele Menschen ausgeschlossen?
In einer Mitteilung der Stadtratsfraktion heißt es, die Landeshauptstadt soll gemeinsam mit Vereinen, Kulturschaffenden und Initiativen zum Jahreswechsel 2026/27 eine kostenlose, frei zugängliche und nicht kommerzielle Silvestermeile an zentraler Stelle, etwa auf der Ludwigstraße, organisieren. In Paris, Berlin, Edinburgh und vielen weiteren Städten würden schließlich bereits kostenlose Silvesterfeiern organisiert.
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Der Stadtrat hatte allerdings mehrheitlich entschieden, dass die Silvestermeile auf der Ludwigstraße 40 Euro Eintritt kosten soll. Damit werde der öffentliche Raum für kommerzielle Zwecke privatisiert. Viele seien von den Feierlichkeiten ausgeschlossen, heißt es in dem Schreiben von ÖDP und München-Liste. Die Kritik ist nicht neu, bereits unmittelbar nach dem Stadtratsbeschluss Ende 2024 hatten mehrere Kultur-Initiativen ähnlich gegen die Veranstaltung argumentiert.
Kritik: „Andere Städte zeigen, dass kostenlose Feiern möglich sind“
„Viele Besucher haben die Silvestermeile und ihr Programm kritisiert“, sagt ÖDP-Chef Tobias Ruff. „Öffentlicher Raum wurde zu kommerziellen Zwecken für die Allgemeinheit gesperrt, der Zugang war nur mit teuren Tickets möglich.“ Er sei von Anfang an gegen dieses kommerzielle Modell gewesen. München brauche eine Silvesterfeier, die verbinde statt ausgrenze und die zeige, dass öffentlicher Raum mehr ist als eine Kulisse für kommerzielle Großevents. „Andere Städte wie Paris zeigen, dass große, sichere und kostenlose Feiern im öffentlichen Raum möglich sind.“