Maduro-Sturz „wichtiger Schritt“Venezolanische Opposition fordert Freilassung politischer Gefangener

05.01.2026, 01:52 Uhr

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June-5-2025-Madrid-Madrid-Spain-Venezuelan-politician-EDMUNDO-GONZALEZ-URRUTIA-at-the-opening-of-the-ICAM-2025-International-Congress-Ibero-America-Credit-Image-A-Ignacio-Lopez-Isasmendi-ZUMA-Press-WireEdmundo González Urrutia trat im Juli 2024 bei der Präsidentschaftswahl gegen Maduro an. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)TeilenFolgen auf:whatsappwhatsapp

Der venezolanische Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia flieht 2024 nach Spanien, nachdem die regierungstreue Wahlbehörde Maduro zum Wahlsieger erklärt. Urrutia lobt die Festnahme Maduros. Doch für einen demokratischen Übergang müssten weitere Taten folgen.

Der im Exil lebende venezolanische Oppositionspolitiker und ehemalige Präsidentschaftskandidat Edmundo González Urrutia hat die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch die USA als „wichtigen Schritt“ befürwortet, dem nun weitere Schritte folgen müssten. Der Einsatz der US-Streitkräfte sei „ein wichtiger Schritt, der aber nicht ausreicht“, um das krisengeschüttelte südamerikanische Land zur Normalität zurückzuführen, erklärte Gonzáles Urrutia bei Instagram.

Die politische Lage in Venezuela könne sich erst dann normalisieren, wenn das Wahlergebnis von 2024 respektiert werde und politische Gefangene freigelassen würden: „Kein demokratischer Übergang ist möglich, solange auch nur ein einziger Venezolaner zu Unrecht inhaftiert ist“, fügte Gonzáles Urrutia hinzu.

Der Politiker war im Juli 2024 bei der Präsidentschaftswahl gegen Maduro angetreten. Die Opposition erklärte ihn mit 67 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger. Die regierungstreue Wahlbehörde rief hingegen Maduro mit 52 Prozent zum erneuten Wahlsieger aus, ohne dafür detaillierte Berechnungen vorzulegen. Gonzáles Urrutia floh daraufhin nach Spanien ins Exil.

Der linksnationalistische Staatschef Maduro war am Samstag während eines Blitzeinsatzes des US-Militärs zusammen mit seiner Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen und außer Landes gebracht worden. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag zunächst angekündigt, die USA würden Venezuela vorerst selbst führen. Das Oberste Gericht Venezuelas ernannte die vormalige venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin des Landes.

Quelle: ntv.de, bho/AFP