1. Gießener Allgemeine
  2. Politik

DruckenTeilen

Aktuelle Ukraine-News im Ticker: Russland greift erneut Kiew an. Koalition der Willigen startet weitere Verhandlungen. Die Lage.

Das Wichtigste in
diesem News-Ticker

  1. Maduro-Sturz auch zu Putin-Schlag auf“,“position“:“1″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Selenskyj nach Maduro-Sturz auch zu Putin-Schlag auf – „USA wissen, was sie als Nächstes tun müssen“
  2. Selenskyj pocht auf Ukraine-Sicherheitsgarantien„,“position“:“2″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Selenskyj pocht auf Ukraine-Sicherheitsgarantien – Die Verhandlungen um Ukraine-Krieg laufen weiter.
  3. Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen“,“position“:“3″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Die Armee von Wladimir Putin verliert Hunderte Soldaten.

Update, 5:50 Uhr: US-Präsident Donald ⁠Trump zweifelt die russischen Angaben zu einem angeblichen ukrainischen Angriff auf eine ‍Residenz des Präsidenten Wladimir Putin an. „Ich glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden hat“, sagte Trump am Sonntag. Es sei zwar etwas in der Nähe passiert, dies habe aber nichts damit zu tun. Moskau wirft Kiew vor, versucht zu haben, ​mit 91 Langstreckendrohnen eine Residenz Putins in der nordrussischen Region Nowgorod anzugreifen. Die Ukraine und westliche Staaten bestreiten die russische Darstellung.

„Trump hat Angst“ – Ukraine-Politiker sicher: Darum klammert er sich an PutinWladimir Putin hatte Donald Trump (rechts) bei einem Telefonat über den angeblichen Angriff informiert. (Archivbild) © © IMAGO / UPI Photo / ArchivbildTransparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 5. Dezember, 5:10 Uhr: Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew aus ‍der Luft an. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Klitschko rief die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben.

Update, 22:11 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereitet sich auf eine neue diplomatische Woche in den Bemühungen um eine friedliche Lösung für sein von Russland angegriffenes Land vor. „Es werden Treffen in Europa stattfinden, die für die Ukraine einen weiteren Beitrag zu unserem Schutz und zur Beendigung des Krieges leisten sollen“, teilte er in seiner abendlichen Videoansprache mit. Über Zeit und Ort der Gespräche nannte Selenskyj keine Details.

Lage im Ukraine-Krieg: Erstmals tragbares Luftverteidigungssystem erbeutet

Update, 19:40 Uhr: Erstmals wurde ein tragbares Luftverteidigungssystem (MANPADS) auf einer russischen Kampfdrohne vom Typ Shahed entdeckt. Das teilte Ukrainska Pravda mit. Der Experte für militärische Funktechnologie, Serhii „Flash“ Beskrestnov, erklärte: „Die Shahed ist mit einer Kamera und einem Funkmodem ausgestattet. Die Rakete wird vom Shahed-Operator gestartet, der sie vom Territorium der Russischen Föderation aus steuert.“ Tragbare Luftverteidigungssysteme (MANPADS) dienen der Bekämpfung niedrig fliegender Luftziele wie Hubschrauber, Flugzeuge, Drohnen und Marschflugkörper.

Update, 18.20 Uhr: Die russische Flugabwehr schoss nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mindestens 32 ukrainische Drohnen beim Anflug auf die Hauptstadt ab, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet. Sobjanin machte keine Angaben zu Schäden oder Opfern. Die Flughäfen Schukowski und Wnukowo stellten den Betrieb vorübergehend ein. Ankommende Flüge wurden umgeleitet.

Update, 15.22 Uhr: Ein Soldat wurde bei einer Autoexplosion in Kiew verletzt. Die Detonation ereignete sich beim Öffnen des Kofferraums, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Soldat erlitt Splitterverletzungen.

Die Ermittler prüfen einen möglichen Terroranschlag. Angaben zum Fahrzeugbesitzer oder den Hintergründen der Explosion machten die Behörden nicht.

Selenskyj ruft zu mehr Unterstützung für Ukraine auf

Update, 11.48 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach rund 2.000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche die Verbündeten zu mehr Unterstützung für das Land aufgerufen. „Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1.070 Gleitbomben, fast 1.000 Drohnen und 6 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt.

Ukraine-News: Tote bei Drohnenangriff in Belgorod in Russland

Update, 10:01 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod ist ein Mann getötet worden. Eine Frau und ein vierjähriges Kind wurden schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mitteilte.

Das russische Verteidigungsministerium meldete zudem den Abschuss von insgesamt 132 ukrainischen Drohnen in der Nacht und am Sonntagmorgen, wie Reuters berichtet. Drei der Drohnen seien in Richtung Moskau unterwegs gewesen, bevor sie abgefangen wurden.

Selenskyj nach Maduro-Sturz auch zu Putin-Schlag auf

Update, 4. Januar, 8.40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit „Diktatoren“ umzugehen ist. „Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen“, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.

Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die UkraineKampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden Fotostrecke ansehen

Update, 18:31 Uhr: Neue Offensive im Ukraine-Krieg: Russische Raketen haben die Region Tscherkassy angegriffen und fünf Zivilisten verletzt. Der Angriff traf das Rayon Solotonoscha, teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung Ihor Taburets mit. Zwei Verletzte kamen ins Krankenhaus. Herabstürzende Trümmerteile und die Explosionswelle beschädigten Wohnhäuser und ein Privatunternehmen. Die Attacke auf zivile Gebiete verschärft die Lage im Ukraine-Krieg fernab der Front.

Ukraine-News: Selenskyj ernennt Schmyhal zum neuen Energieminister

Update, 17:37 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj will Verteidigungsminister Denys Schmyhal zum Energieminister und ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten ernennen. Das teilte der ukrainische Regierungschef am Nachmittag mit, wie Reuters berichtete. Selenskyj begründete die Entscheidung mit Schmyhals Erfahrung, die angesichts zunehmender russischer Angriffe für die Stabilität des Energiesektors entscheidend sei. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Digitalminister Mychailo Fedorow das Verteidigungsressort übernehmen soll.

Gespräche über das Ende vom Ukraine-Krieg: Sicherheitsberater verhandeln in Kiew

Update vom 3. Januar, 15:00 Uhr: Sicherheitsberater europäischer Länder und der NATO sind am Samstag in Kiew eingetroffen. Der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umerow kündigte auf Telegram „einen arbeitsreichen Tag“ an. Die Delegationen beraten über Sicherheits- und Wirtschaftsfragen. Zudem stimmen sie weitere Schritte mit den Verbündeten ab.

Bundeswehr-Einsatz in der Ukraine möglich

Update vom 3. Januar, 12:07 Uhr: CDU und FDP halten Bundeswehr-Einsatz in der Ukraine nach einem Waffenstillstand für möglich. Der Einsatz würde innerhalb einer multinationalen Truppe erfolgen. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter erklärte dem Spiegel, die Frage der Bodentruppen stelle sich erst nach einem Waffenstillstand. „Deutschland als selbsternannte Führungsnation sollte hier zumindest in der öffentlichen Kommunikation nichts ausschließen.“

FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, sagte dem Magazin: „Deutschland muss bei einer möglichen Friedensabsicherung selbstverständlich dabei sein, das sollte jedem klar sein.“ Die Generäle der beteiligten Staaten müssten klären, welche Fähigkeiten die Bundeswehr einbringen sollte. Denkbar seien „sowohl Bodentruppen als auch Luftabwehr; gegebenenfalls auch die Marine, sofern die Türkei den Zugang ins Schwarze Meer zulässt“. Die frühere Bundestagsabgeordnete betonte, nichts sollte ausgeschlossen werden.

Selenskyj wechselt seinen Verteidigungsminister aus

Update vom 3. Januar, 9:30 Uhr: Wolodymyr Selenskyj wechselt seinen Verteidigungsminister aus. Der ukrainische Präsident will den bisherigen Digitalminister Mychailo Fedorow für den Posten, wie er am Freitag in seiner Videoansprache mitteilte. Der bisherige Verteidigungsminister Denys Schmyhal hatte das Amt nur ein halbes Jahr inne.

Eine Begründung für den Wechsel nannte Selenskyj nicht. Er hob jedoch hervor, dass sich der 34-jährige Fedorow intensiv mit Drohnen beschäftigt habe „und sehr effektiv an der Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen und Verfahren arbeitet“. Am Samstag treffen sich in Kiew die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen.

Verhandlungen gehen am heutigen Samstag in der Ukraine weiter

Update vom 3. Januar, 6:34 Uhr: In Kiew kommen am heutigen Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ankündigte. Auch Vertreter der EU und der NATO seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.

Analyse zeigt unerwartet großen Erfolg für Russland im Ukraine-Krieg

Update, 19:50 Uhr: In seinem Angriffskrieg in der Ukraine hat Russland laut einer Datenauswertung im vergangenen Jahr so große Geländegewinne erzielt wie zuletzt im ersten Kriegsjahr 2022. Die russische Armee eroberte im vergangenen Jahr mehr als 5600 Quadratkilometer Land, das heißt 0,94 Prozent des ukrainischen Territoriums, wie die Analyse der vom US-Institute for the Study of War (ISW) bereitgestellten Daten zeigt.

Das bedeutet größere Geländegewinne als in den beiden Vorjahren zusammengenommen, aber deutlich weniger als die mehr als 60.000 Quadratkilometer, die Russland im ersten Kriegsjahr eingenommen hatte. Ihren größten Vorstoß im Jahr 2025 konnte die russische Armee mit 701 Quadratkilometern im November verbuchen. Im Dezember brachte sie 244 Quadratkilometer in ihre Gewalt – der kleinste Geländegewinn seit März.

Unterstützer wollen Garantien für Ukraine konkretisierenDie Unterstützer der Ukraine pochen auf verlässliche Sicherheitsgarantien für Kiew. (Archivbild) © Kay Nietfeld/dpaFriedensverhandlungen gehen weiter: Ukraine pocht auf Sicherheitsgarantien

Update, 18:01 Uhr: In den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs kommen an diesem Samstag (3. Januar) nationale Sicherheitsberater zu einem Treffen in Kiew zusammen. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj haben 15 Länder, Vertreter von EU und NATO, ihre Teilnahme zugesagt. Das US-Team wird demnach online zugeschaltet. Selenskyj erwartet Fortschritte beim schwierigen Thema Sicherheitsgarantien für sein Land.

Die militärische Komponente sei der Schlüssel dazu, wirklich Sicherheit zu garantieren, schrieb Selenskyj am Freitag in sozialen Medien. Er habe mit seinem Vize-Kanzleichef Pawlo Palissa über die Vorbereitung des Treffens der Sicherheitsberater gesprochen. Auch ging es demnach um weitere geplante Treffen mit Unterstützerstaaten der Ukraine aus der sogenannten Koalition der Willigen Anfang der kommenden Woche. 

Weitere Details zum fingierten Tod von Denis Kapustin

Update, 14:05 Uhr: Der Verteidigungsnachrichtendienst der Ukraine hat weitere Details zum vorgetäuschten Tod von Denis „WhiteRex“ Kapustin veröffentlicht. „Um das Leben des Kommandeurs des russischen Freiwilligenkorps innerhalb der Tymur-Spezialeinheit des ukrainischen Militärgeheimdienstes zu schützen und ein feindliches Agentennetzwerk aufzudecken, führten Offiziere des Militärgeheimdienstes eine komplexe, mehrstufige Spezialoperation durch, bei der sein Tod inszeniert wurde“, heißt es in einer Erklärung.

Zudem veröffentlichte er Aufnahmen von Geheimdienstmitarbeitern, die Drohnenangriffe auf einen Minibus zeigen, in dem sich angeblich der Kommandeur befand. „Die Drahtzieher des Verbrechens innerhalb der russischen Geheimdienste glaubten, dass das Video echt sei, und zahlten den ukrainischen Geheimdienstoffizieren für den ‚Auftrag‘ 500.000 US-Dollar, der die Kampffähigkeiten der Spezialeinheiten der DIU erheblich stärken würde“, teilte der Nachrichtendienst weiter mit.

Selenskyj ernennt Budanow zum Leiter des Präsidentenbüros

Update, 13:02 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kyrylo Budanow, den Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes (DIU), zum Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine ernannt. „Die Ukraine benötigt derzeit einen stärkeren Fokus auf Sicherheitsfragen, den Ausbau der ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sowie auf die diplomatischen Verhandlungen. Das Präsidialamt wird vorrangig zur Erfüllung dieser Aufgaben unseres Staates beitragen“, schrieb Selenskyj auf X. „Kyrylo verfügt über einschlägige Erfahrung und die nötige Kompetenz, um Ergebnisse zu erzielen.“

Update, 11:58 Uhr: Im Ukraine-Krieg haben russische Einheiten erneut die Energieinfrastruktur in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw angegriffen. Das teilte der ukrainische Pressedienst des Energieministeriums mit. Am Morgen des 2. Januars waren die Verbraucher in der Oblast Saporischschja, einschließlich der Stadt Saporischschja, sowie in anderen Frontregionen weiterhin ohne Strom. In den Gebieten Odessa und Kiew laufen derweil Reparaturarbeiten an den durch russische Angriffe beschädigten Anlagen.

Angriffe im Ukraine-Krieg: Russland attackiert in Saporischschja

Update, 10:34 Uhr: Russische Streitkräfte führten am Neujahrstag einen umfangreichen Angriff auf die ukrainische Stadt Saporischschja durch. Nach Aussage des regionalen Militärverwaltungsleiters handelte es sich um „eine der massivsten“ Attacken seit Kriegsbeginn. Laut Berichten der Kyiv Post zogen sich die Drohnenangriffe bis tief in die Nacht hinein. Wohngebäude und ein Einkaufszentrum wurden dabei zerstört. Die ukrainischen Katastrophenschutzbehörden berichteten über Facebook, dass die erste Angriffswelle am späten Donnerstagabend erfolgte, während die zweite Phase gegen 2 Uhr morgens Kiewer Zeit am 2. Januar begann. Obwohl in der gesamten Stadt Feuer ausbrachen, wurden glücklicherweise keine Personen verletzt.

Update, 9:26 Uhr: Berichten zufolge haben russische Streitkräfte am ersten Tag des Jahres 2026 weiter mit ganzer Härte im Ukraine-Krieg angegriffen. Wie der ukrainische Generalstab auf Facebook schrieb, führten die Truppen von Wladimir Putin am Donnerstag einen Raketenangriff und 51 Luftangriffe durch, wobei sie auch 151 gelenkte Fliegerbomben abwarfen. Insgesamt wurden am 1. Januar 98 Kampfhandlungen registriert.

News zum Ukraine-Krieg: Analyse dokumentiert Russlands Fortschritt an Front

Kiew/Moskau – Fast vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs bleibt die Frontlinie über Hunderte von Kilometern weitgehend erstarrt. Dennoch verzeichnet das Analyseteam Deepstate, welches dem ukrainischen Militär nahesteht, russische Gebietsgewinne: Im vergangenen Jahr eroberten Moskaus Streitkräfte insgesamt 4336 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums. Dies macht 0,72 Prozent der Landesfläche aus. Seit Beginn des Jahres 2023 besetzten Wladimir Putins Truppen nach diesen Angaben 7463 Quadratkilometer.

Unterdessen setzt der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj seine Bemühungen um Friedensverhandlungen fort – ebenso wie US-Präsident Donald Trump. Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) sind in den nächsten Tagen weitere Beratungen zwischen amerikanischen, europäischen und NATO-Vertretern geplant. „Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine“, erklärte Selenskyj in einer Videoansprache am 1. Januar. „Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden“, so der Präsident weiter. Moskau lehnt jedoch trotz verschiedener Vorschläge nach wie vor einen Waffenstillstand ab.

Selenskyj pocht auf Ukraine-Sicherheitsgarantien

Für die Zusammenkunft der nationalen Sicherheitsberater am Samstag (3. Januar) in Kiew hätten 15 Staaten sowie Vertreter von EU und NATO ihre Teilnahme bestätigt. Das US-Team werde per Video zugeschaltet, teilte Selenskyj mit. Für den 5. Januar seien Beratungen auf der Ebene der Generalstabschefs vorgesehen, gefolgt von einem Gipfeltreffen der „Koalition der Willigen“ am Dienstag (6. Januar). Die Ukraine rüste sich für konstruktive Gespräche, betonte Selenskyj.

Zudem berichtete Selenskyj von einer Reise seines Chefunterhändlers Rustem Umjerow in die Türkei, mit dem Zweck, den Gefangenenaustausch wieder in Gang zu bringen. „Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zu holen“, betonte der Präsident. Nach intensiven Aktivitäten im Jahr 2025 seien die Austausche kürzlich ins Stocken geraten.

Ukraine weist Silvester-Angriff auf Russen-Hotel zurück

Außerdem wies die Ukraine einen mutmaßlichen Silvester-Angriff auf ein russisches Hotel zurück. „Die ukrainischen Verteidigungskräfte halten sich an das humanitäre Völkerrecht und führen ausschließlich Angriffe gegen militärische Ziele des Feindes, Einrichtungen des russischen Brennstoff- und Energiesektors und andere legitime Ziele durch, mit dem Ziel, das militärische Potenzial des Aggressorstaates zu verringern“, so ein ukrainischer Militärsprecher laut Ukrainska Pravda. Es handle sich um einen erneuten Versuch, die Ukraine-Verhandlungen zu beeinträchtigen.

Russland beschuldigte die ukrainischen Streitkräfte, ein Hotel auf einer Halbinsel im russisch besetzten Gebiet der südukrainischen Region Cherson attackiert zu haben. Wladimir Saldo, der von Russland ernannte Gouverneur von Cherson, meldete über den Nachrichtendienst Telegram mindestens 24 Todesopfer und „Dutzenden“ Verletzte. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben ist nicht möglich; im Internet verbreitete Bilder sollen das zerstörte Hotel zeigen – jedoch ist unklar, wann die Aufnahmen entstanden sind.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen

Derweil nehmen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter zu. In den vergangenen 24 Stunden verlor Putins Armee nach ukrainischen Angaben 910 Soldaten, sechs Panzer und 42 Artilleriesysteme. Zusätzlich habe Moskau zwei Mehrfachraketenwerfer verloren; außerdem seien 590 Drohnen abgeschossen worden, meldete Kiew. Diese Zahlen können unabhängig nicht überprüft werden. (red mit Agenturen)