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Nach 65 Jahren endet die Geschichte des Elektronikbetriebs. Der Geschäftsführer geht in den Ruhestand, die Versorgung der Stammkunden ist weiterhin gesichert.
Soest – Kurz bevor in Soest eine Ära zu Ende ging, herrschte in dem Elektronikbetrieb Sablotny an der Wiesenstraße 1 noch emsiges Treiben. Am Montag, 29. Dezember, hielten Lucas Weber und Peter Moschkelewski zwischen immer leerer werdenden Regalen die Stellung. Telefone klingelten, Kunden kamen vorbei: Abschied war angesagt. Denn das Geschäft hatte viele Stammkunden. Manche von ihnen hätten sogar angerufen „und haben mir zum Ruhestand gratuliert“, erzählt Moschkelewski. „Am wichtigsten ist, dass die Kunden versorgt sind“, betonte der Geschäftsführer.
Geschäftsführer Peter Moschkelewski (links) und Lucas Weber kurz vor der Schließung. © Sven Jezierski
Mit dem Jahresbeginn schloss die Elektronikfirma Sablotny nach 65 Jahren ihre Türen. Peter Moschkelewski ging nach 47 Jahren im Unternehmen, zuletzt als Geschäftsführer, in den Ruhestand. Der Gründer Gerhard Sablotny war bereits 2022 gestorben. Drei Jahre später schließt nun der Betrieb.
Sablotny schließt – Kunden und Mitarbeiter wechseln zu Soester Mitbewerber
Das Team des Fachunternehmens, das mitten in der Soester Altstadt ansässig war, bemühte sich, die Kundenzufriedenheit auch über die Schließung hinaus sicherzustellen. Die nicht alltägliche Zusammenarbeit mit einem Mitbewerber stellt sicher, dass die Versorgung der Kunden auch nach der Geschäftsaufgabe weiter gewährleistet ist: Sablotny gibt seine Kunden an den ebenfalls aus Soest stammenden Elektronikbetrieb Pfeffer weiter.
Damit sich die Kunden nicht an neue Mitarbeiter gewöhnen müssen, wechseln auch zwei Mitarbeiter Anfang Januar zum Mitbewerber: Lucas Weber aus der IT und Johannes Stamer aus Service und Verkauf.
„Für die Kunden ist das eher ein Standortwechsel“
„Pfeffer ist auch eine Soester Firma, ähnlich alt und relativ zeitgleich mit uns gewachsen“, erklärte Moschkelewski. Daher sei die Weitergabe von Kunden und Mitarbeitern naheliegend gewesen. „Für die Kunden ist das eher ein Standortwechsel“, sagte der Geschäftsführer. Sie würden dort genauso weiterbetreut werden wie zuvor.
Ob er sich auf den Ruhestand freue? „Hier ist noch viel zu tun, auch wenn der Laden zu ist. Ich denke deshalb noch nicht an den Ruhestand“, sagt Moschkelewski. Ein weiterer Betrieb in Soest schloss zum Jahreswechsel.