Kurzzeitig ging in Teilen von Wien-Margareten nichts mehr. Samstag, 3. Jänner, kam es rund um den Zentaplatz, in der Zentagasse sowie in Teilen der Reinprechtsdorfer Straße zu einem Stromausfall, der mehrere Haushalte betraf und für Verunsicherung sorgte. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Stunden nach den dramatischen Meldungen aus Berlin, wo zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom bleiben könnten.

Christoph Lipinski, Bezirksvorsteher-Stellvertreter Margareten (SP), wurde über ein Netzwerk von Anrainern informiert und reagierte umgehend. „Als Bezirksvorsteher-Stellvertreter habe ich umgehend Kontakt mit betroffenen Anrainern aufgenommen und mich über die Lage informiert“, erklärte er gegenüber „Heute“.

Lob für Stadtwerke, Kritik an fehlender Vorsorge

Der Stromausfall konnte rasch behoben werden. Lipinski bedankte sich ausdrücklich: „Ein großer Dank gilt den Kolleg:innen der Stadt Wien für die rasche, professionelle Behebung des Problems.“ Dennoch warnt er vor möglichen Folgen. „Stromausfälle können gefährlich sein – umso wichtiger ist eine gute Vorsorge“, so der SPÖ-Politiker.

Sicherheitskommission gefordert

Aus diesem Grund fordert Lipinski seit längerem eine eigene Sicherheits- und Zivilschutzkommission im Bezirk. „Leider ist der grüne Bezirksvorsteher derzeit nicht bereit, dieses wichtige Thema mit mir zu besprechen. Das ist schade und aus meiner Sicht nicht im Interesse der Margaretner“, kritisiert er im Gespräch mit „Heute“.

Berlin als Warnsignal für Wien

Wie ernst die Lage werden kann, zeigt aktuell die deutsche Hauptstadt. Nach einem Anschlag auf mehrere Hochspannungskabeln waren in Berlin zehntausende Haushalte ohne Strom. Laut Betreiber Stromnetz Berlin könnten die Reparaturen wegen schwerer Schäden und winterlicher Bedingungen noch bis 8. Jänner dauern. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung – im Visier der Ermittler sind Linksextreme, von denen es auch ein Bekennerschreiben gibt.

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Für Lipinski ist der Fall Berlin ein klares Warnsignal. „Die Wiener Stadtwerke machen einen sehr guten Job. Das Thema Blackout und Sicherheit im Allgemeinen ist aber für den grünen Bezirksvorsteher nicht prioritär“, meint er.

{title && {title} } CW, {title && {title} } 05.01.2026, 06:30