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Leerstand in prominenter Lage: In dem dunkelroten Haus am Marienplatz könnten sich künftig Ärzte niederlassen. So will es zumindest der Eigentümer. © Schwaninger
Seit Herbst 2024 steht das Haus in prominenter Lage in Garmisch-Partenkirchen leer. An Interessen mangelt’s nicht. Beim Eigentümer hat sich jetzt auch ein Kardiologe gemeldet.
Garmisch-Partenkirchen – Es sticht ins Auge. Nicht nur wegen seiner prominenten Lage. Sondern auch wegen des dunkelroten Anstrichs, den es inzwischen bekommen hat. Seit gut 14 Monaten steht das zweistöckige Haus am Marienplatz nun leer. Es hat eine bewegte Geschichte hinter sich. War in über 100 Jahren schon Haushaltsladen, Pension, Kamelhaarhaus und Schnellrestaurant. Seit 1988 hatte Pizza Hut dort eine Filiale betrieben, sich im Herbst 2024 aber verabschiedet. Seitdem spekulieren viele Menschen im Ort, wie es mit der Immobilie weitergeht.
Haus am Marienplatz steht immer noch leer – Ziehen bald Ärzte ein?
Seit einigen Monaten hat sie einen neuen Besitzer – Peter Messerschmitt. Der Gastronom und Geschäftsmann hat es den früheren Besitzern, der Familie Oestreicher, abgekauft. Mittlerweile hat sich am Haus einiges getan. Die ehemals lachsfarben gestrichene Fassade ist inzwischen dunkelrot, das fast 120 Jahre alte Gebäude teils saniert. Nur mit Leben ist es noch nicht gefüllt. Interessenten gibt es genügend, betont Messerschmitt. In den vergangenen Monaten haben sich einige bei ihm gemeldet, darunter viele Gastronomen. Sie bieten italienische, griechische Speisen oder Fast Food an. Doch sind sie scheinbar nicht Messerschmitts erste Wahl.
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Vor einiger Zeit hat ein Kardiologe bei ihm angefragt, wie er im Tagblatt-Gespräch verrät. Die Aussicht, dass sich am Marienplatz Ärzte niederlassen, gefällt dem Besitzer. „Das wäre mir aktuell am liebsten.“ Bevor dieses Szenario aber Wirklichkeit werden kann, gilt es allerdings noch einige Hürden zu meistern. Unter anderem, sagt er, müsste das Haus barrierefrei zugänglich sein, inklusive Obergeschoss. Im konkreten Fall bräuchte es dafür einen Außenaufzug. Der allerdings nur gebaut werden könnte, wenn die Gemeinde zustimmt.
Für Arztpraxen bräuchte es einen barrierefreien Zugang – Anfrage im Rathaus liegt vor
Dort ist Messerschmitt auch schon vorstellig geworden. Dass eine solche Anfrage bereits eingegangen ist, bestätigt Silvia Schwarzenberger. Auf Nachfrage betont die Rathaus-Sprecherin, dass der Markt „grundsätzlich jedem Bestreben in Richtung Barrierefreiheit sehr positiv gegenüber“ steht. Allerdings sei das Projekt, das sich auf öffentlichen Boden bezieht, noch nicht abschließend geprüft worden.
Unterdessen hofft Messerschmitt, dass sein Ansinnen schon bald genehmigt wird. In dem Gebäude gäbe es Platz für zwei Arztpraxen, rechnet der 76-Jährige vor. Während das Äußere des Hauses schon sichtlich auf Vordermann gebracht wurde, gibt es im Inneren dagegen noch einiges zu tun. Was genau, das hängt von der künftigen Nutzung ab. Messerschmitts Favorit bleibt die Praxis-Lösung. Sollte diese aber nicht klappen, wird sich mit Sicherheit eine andere finden. An Interessenten mangelt‘s nicht. (tsch)