
Stand: 05.01.2026 06:57 Uhr
Im vergangenen Sommer wird Rahma A. in Hemmingen (Region Hannover) mit einem Messer angegriffen. Sie stirbt wenig später. Ihr Nachbar gesteht die Tat. Er muss sich ab heute vor dem Landgericht Hannover verantworten.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor. Er soll sich am 4. Juli 2025 gewaltsam Zutritt zur Wohnung der 26-Jährigen im Stadtteil Arnum verschafft haben. Anschließend soll er gezielt mit einem Messer zugestochen haben. Die Frau erlitt mehrere Messerstiche am Oberkörper, konnte sich aber noch aus eigener Kraft ins Treppenhaus schleppen. Nachbarn fanden sie dort. Ein alarmierter Notarzt konnte Rahma A. jedoch nicht mehr helfen, sie starb wenig später noch im Treppenhaus.
Hintergrund des Angriffs in Hemmingen weiter unklar
Im Fokus des Prozesses am Landgericht Hannover dürfte wohl das Motiv für die Tat stehen. So war der damals 31-Jährige zwar bereits wenig später festgenommen worden und hatte den Angriff auf die 26-Jährige auch gestanden. Zu seinem Motiv hat er sich den Angaben zufolge jedoch nicht geäußert. Die Familie des Opfers vermutet einen rassistischen Hintergrund. Angehörige hatten berichtet, die 26-Jährige sei wegen ihrer arabischen Herkunft und auch wegen ihres Kopftuchs mehrfach von dem Angeklagten belästigt und beleidigt worden.

Nach dem gewaltsamen Tod der Frau ist das Motiv noch immer unklar. Der Verdächtige schweigt, im Internet kursieren Gerüchte.

Die 26-Jährige wurde am Freitag in einem Mehrfamilienhaus getötete. Die Polizei geht davon aus, dass ihr Nachbar sie umgebracht hat.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.01.2026 | 06:00 Uhr