Im vergangenen Jahr sauste die Musikerin betrunken durch Leipzig, anschließend dichtete sie der Polizei noch Annäherungsversuche an. Dieses Jahr könnten ihr darum gleich zwei Gerichtsprozesse drohen.
Leipzig.
Erst hatte Rapperin Katja Krasavice („Multimillionär“) nach ihrer Alkoholfahrt an Christi Himmelfahrt gewitzelt, doch inzwischen dürfte der 29-Jährigen das Lachen vergangen sein. Die Porno-Rapperin muss bald vorm Leipziger Amtsgericht erscheinen.
Wie die „Freie Presse“ bereits berichtete, war die erfolgreiche Musikerin an Christi Himmelfahrt nachts mit ihrem BMW 740d xDrive (300 PS stark) angetrunken und mit hohem Tempo durch Leipzig gefahren – und dabei einer Streife aufgefallen. Die Beamten mussten Krasavice mit hoher Geschwindigkeit verfolgen, um sie zu stoppen.
Bei einer anschließenden Blutprobe lag die Blutalkoholkonzentration deutlich über 1 Promille. Die Leipziger Staatsanwaltschaft sprach nach dem Vorfall von „absoluter Fahruntüchtigkeit“. Krasavices Führerschein wurde sichergestellt.
Darum geht‘s vor Gericht
Die Staatsanwaltschaft Leipzig beantragte einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr – dem kam das Amtsgericht am 24. Oktober nach. Krasavice sollte 160.000 Euro Geldstrafe zahlen, wie die Bild-Zeitung berichtet. Dazu kommen zehn Monate Führerscheinsperre. Doch der Anwalt der Rapperin legte Einspruch ein.
Laut Zeitung sei die Alkoholfahrt unstrittig, dem Anwalt gehe es um die Höhe der Geldstrafe sowie die Führerscheinsperre. Über beides wird nun am 20. Februar verhandelt. Krasavice (bürgerlich: Katrin Vogel) könnte dort erscheinen, sich aber auch von ihrem Anwalt vertreten lassen.
Und die Suff-Fahrt könnte dieses Jahr noch ein weiteres gerichtliches Nachspiel haben. Dann wie bereits berichtet, hatte Krasavice danach auf TikTok ein Video veröffentlicht, in dem sie die Sprachnachricht eines angeblichen Polizisten abspielt, der behauptet, bei der Kontrolle in Leipzig dabei gewesen zu sein. Der Mann gibt an, sich privat mit Krasavice treffen zu wollen.
Razzia wegen Sprachnachricht
Gegen die gebürtige Tschechin begannen anschließend Ermittlungen wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung. Im Oktober klingelten deshalb Beamte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin sowohl an der Wohnungstür der Sängerin in Berlin als auch bei ihrer Mutter in Leipzig – jeweils mit einem Durchsuchungsbeschluss. Die Polizisten stellten Datenträger sicher.
Eine Razzia gab es damals nicht nur bei der Musikerin und ihrer Mutter, sondern auch bei einem 28-Jährigen aus Brandenburg.
Man gehe davon aus, „dass die Sprachnachricht von dem Beschuldigten aus Oranienburg abgesetzt wurde“, so Michael Petzold, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, Ende Oktober 2025 gegenüber unserer Redaktion. Dieser sei kein Polizist und das Ganze „eine frei erfundene Geschichte“.
Rapperin drohen fünf Jahre Gefängnis
Medienberichte, wonach es sich bei dem 28-Jährigen um den Lebensgefährten der Rapperin handeln soll, bezeichnete Petzold als Spekulation. Warum kam es überhaupt zur angeblichen WhatsApp-Sprachnachricht? Petzold spricht von einer Hypothese: Frust über die polizeilichen Maßnahmen seitens der Musikerin. „Und natürlich Geltungsdrang.“
Auch wegen dieser Sache könnte es dieses Jahr noch zum Prozess kommen. Krasavice könnten wegen falscher Verdächtigung theoretisch bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe drohen, so der Sprecher. (phy)
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