Kunst
„Once upon a time“ – Es war einmal, nennt sich die derzeitige große Ausstellung in der Klagenfurter Stadtgalerie mit Werken von Hubert Schmalix. Der Künstler starb am 23. März 2025 in Los Angeles. Der Steirer verstand sich als Weltbürger, sein internationaler Erfolg begann 1980 mit der Teilnahme an der Biennale in Venedig.
05.01.2026 06.01
Online seit heute, 6.01 Uhr
Die Stadtgalerie Klagenfurt wird immer mehr zu einem Hotspot für internationale Kunst. Diesmal widmet sich eine Ausstellung Hubert Schmalix. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde er als Vertreter der Neuen Malerei international bekannt. Nach seiner Zeit auf den Philippinen änderte sich sein Stil von „expressionistisch-wild“ zu banal, naiv und still.
Große Hubert Schmalix Schau in Klagenfurt
„Once upon a time“ – Es war einmal, nennt sich die derzeitige große Ausstellung in der Klagenfurter Stadtgalerie mit Werken von Hubert Schmalix. Der Künstler starb am 23. März 2025 in Los Angeles. Der Steirer verstand sich als Weltbürger, sein internationaler Erfolg begann 1980 mit der Teilnahme an der Biennale in Venedig.
Werke aus Nachlass des Künstlers
Fantastisches, still Beobachtetes, stereotype Ausdrucksweisen und kollektiv eingeprägte Klischees verdichteten sich in seiner Malerei zur subjektiven Erlebniswelt. Schmalix schöpfte aus zwei bestimmenden Kulturräumen. Der nach Kalifornien ausgewanderte Künstler fand dort das geeignete Umfeld, um seine Malerei zu entwickeln. Die meisten in der Ausstellung gezeigten Werke stammen aus dem Nachlass des Künstlers und waren teilweise in internationalen Ausstellungen zu sehen. Der zeitliche Rahmen umfasst das Frühwerk genauso wie die jüngste Produktion.
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Akte in Weiten verloren
Seine Frau Fresnaida, die Schmalix auf den Philippinen heiratete, malte der Künstler unzählige Male. Sie ist auf monochrom eingefärbtem Grund, oft nur mit alibihaft erscheinenden dazugemalten Gegenständen abgebildet. Kurator Günther Holler-Schuster sagte dazu: „Sie sind immer entweder in Weiten verloren oder in Landschaften, wo sie offensichtlich bis kurz davor noch nie davor waren, sich auch nicht auskennen. Sie wirken ratlos, aber auch sehr relaxed.“
Tochter Iris Schmalix kam zur Ausstellungseröffnung nach Klagenfurt. Zu einem Bild hat sie einen ganz besonderen Bezug. Für Iris ist es klar, dass auf dem Bild eines bärtigen Mannes mit Blumen ihr Vater zu sehen ist.
„Hoher Wiedererkennungswert“
Seit 1987 lebte und arbeitete der Künstler in Los Angeles. Er wusste schon mit fünf Jahren, dass er einmal Künstler wird. Kurator Holler-Schuster sagte, er sei ein entspannter Mensch gewesen, das komme in den Bildern zum Ausdruck. Er sei kein lauter Mensch gewesen, war sehr mitfühlend, wie er über die Welt gesprochen habe. Alexander Gerdanovits, Leiter der Kulturabteilung Klagenfurt, sagte, man erkenne Schmalix sofort, er habe einen Wiedererkennungswert. Das sei bei großen Kunstschaffenden ganz wichtig.
Hubert Schmalix „Once upon a time“ ist bis 1. Februar in der Stadtgalerie Klagenfurt zu sehen.
Dieser Beitrag begleitet die Sendung „Kärnten heute“ in ORF 2 vom 18.12.2025.
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