Langes Tauziehen ohne Happy-End – zumindest für Dynamo Dresden! Der Ostklub hatte sich bereits im Sommer redlich um Augsburgs Bundesliga-Kicker Maximilian Bauer (25) bemüht, im Winter einen neuen Anlauf genommen. Jetzt unterschrieb der Innenverteidiger aber ausgerechnet beim anderen Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld.
Auf Leihbasis trägt der Bayer das DSC-Trikot erstmal bis Saisonende. BILD weiß: Beim Dynamo-Heimspiel gegen Braunschweig am 12. Dezember saß Bauer sogar in Dresden auf der Tribüne, bekam von den Sachsen die herausragenden Bedingungen der SGD aufgezeigt.
Das Problem war, was an diesem Tag auf dem Feld passierte. Eine katastrophale Vorstellung bis zur Pause und der 0:2-Rückstand gegen die Eintracht – einen unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf – sollen Bauer abgeschreckt haben.
Relativ zeitnah und lange bevor Neu-Sportdirektor Sören Gonther (39) sein Amt antrat, sagte er Dynamo ab. Klar, Bielefeld hat die wesentlich bessere Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt und durch die DFB-Pokal-Millionen der vergangenen Saison auch finanziell attraktive Argumente.
Für die Schwarz-Gelben, die gerade im Türkei-Trainingslager verweilen, ist es dennoch eine ärgerliche Pleite auf dem Transfermarkt. Allerdings hatte Bauer auch schon im Sommer nicht den Eindruck hinterlassen, das Interesse aus Dresden besonders wertzuschätzen.
Braunschweig-Pleite sorgte für Bauer-Absage
Insgesamt bringt der zentrale Abwehrmann die Erfahrung aus 78 Bundesliga-Partien sowie 55 Einsätzen in der 2. Liga mit. Bauer selbst erklärt zu seinem Wechsel: „Ich habe die Arminia schon länger intensiv verfolgt und kann mich mit der Spielweise und der Handschrift der Verantwortlichen sehr gut identifizieren. Das haben auch die Gespräche schnell bestätigt. Ich freue mich darauf, in Bielefeld ein neues Kapitel aufzuschlagen und so schnell wie möglich gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Platz stehen zu können.“

Für Maximilian Bauer und seine Freundin geht es nach Bielefeld statt in die sächsische Metropole Dresden.
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Schon am dritten Rückrundenspieltag kreuzt er doch in Dresden auf – nur im falschen Dress.
DSC-Geschäftsführer Michael Mutzel (46): „Maximilian ist trotz seines noch jungen Alters ein sehr erfahrener Profi, der bereits zahlreiche Einsätze in der 1. und 2. Bundesliga vorweisen kann. Seine Fähigkeiten im Spiel gegen den Ball, aber auch seine Qualität im Spielaufbau werden unserer Defensive zusätzliche Stabilität verleihen und uns zugleich mehr Flexibilität ermöglichen. Wir sind überzeugt, dass er mit seiner Qualität und auch seiner Erfahrung einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Ziele leisten kann.“
Das Einzige, was Dynamo Dresden jetzt noch bleibt, ist die Chance, es Bauer im direkten Duell nochmal zu zeigen…