Im Wohnquartier Cecilien-Carré in Marzahn-Hellersdorf wächst der landeseigene Wohnungsbestand weiter. Mit dem Ankauf von weiteren 144 Mietwohnungen vertieft die GESOBAU ihre Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler Bonava.
Der Baufortschritt im Sommer 2025: Das Cecilien-Carré in Marzahn-Hellersdorf wächst seit Monaten in die Höhe. Nun erfolgte im Dezember der Baubeginn für weitere 144 Mietwohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: Bonava
Rund ein Jahr nach dem ersten Vertragsabschluss haben Bonava und die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG ihre Zusammenarbeit im Cecilien-Carré fortgesetzt. Wie nun bekannt wurde, erwirbt die GESOBAU weitere 144 Mietwohnungen in dem entstehenden Wohnquartier entlang der Hellersdorfer Straße im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Damit erhöht sich der von der GESOBAU gesicherte Wohnungsanteil in dem Projekt deutlich.
Bereits Ende 2024 hatte die Wohnungsbaugesellschaft 128 Neubauwohnungen im selben Quartier übernommen. Mit dem zweiten Ankauf wächst der Bestand auf insgesamt 272 Wohnungen, die künftig landeseigen verwaltet werden. Das Cecilien-Carré zählt damit zu den größeren Neubauvorhaben der GESOBAU im Berliner Osten.
Neuer Wohnraum in Marzahn-Hellersdorf: Baufortschritt und Zeitplan
Der Baubeginn für die nun verkauften 144 Wohnungen erfolgte nach Angaben des Projektentwicklers im Dezember 2025. Die Fertigstellung und schlüsselfertige Übergabe an die GESOBAU ist ab Ende 2027 vorgesehen. Entstehen sollen vier Wohngebäude mit sechs bis acht Geschossen, die sich in das bereits wachsende Quartier einfügen.
Die Lage des Projekts gilt als verkehrlich gut erschlossen. Straßenbahn- und Busverbindungen sowie die Nähe zu Grünflächen prägen das Umfeld. In den vergangenen Jahren hat sich die Cecilienstraße zunehmend zu einem Schwerpunkt für Wohnungsneubau entwickelt, der den Stadtteil weiter verdichten soll.
Hellersdorfer Straße: Förderantrag für rund die Hälfte der Wohnungen bereits eingereicht
Geplant sind überwiegend kompakte Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von rund 69 Quadratmetern. Nach Angaben der Projektbeteiligten wird etwa die Hälfte der Wohnungen barrierefrei ausgeführt. Sämtliche Einheiten erfüllen die Voraussetzungen der Berliner Wohnraumförderung, für rund 50 Prozent der Wohnungen wurde der Förderantrag bereits eingereicht.
Bonava verweist darauf, dass das Quartier auf unterschiedliche Haushaltsgrößen ausgerichtet sei und sowohl Familien als auch kleinere Haushalte ansprechen solle. Die GESOBAU sieht in dem Projekt eine sinnvolle Ergänzung ihres Bestands in Marzahn-Hellersdorf.
Nachhaltige Quartiersbausteine: Das ist im Cecilien-Carré geplant
Ein weiterer Schwerpunkt soll auf ökologischen und infrastrukturellen Aspekten liegen. Für die Bewohnerschaft sind 329 Fahrradstellplätze in Kellern und auf den Außenflächen vorgesehen. Ergänzend entstehen 35 Pkw-Stellplätze, die perspektivisch für Elektromobilität nachgerüstet werden können.
Die Gebäude erhalten begrünte Dächer mit Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. Regenwasser soll nach dem Schwammstadt-Prinzip in Zisternen gesammelt und wiederverwendet werden. Auch ein Unterflursystem für die Müllentsorgung ist Teil des Konzepts.
GESOBAU im Berliner Osten: Beitrag zum landeseigenen Wohnungsbau
Bei der GESOBAU wird der erneute Ankauf als wichtiger Schritt für den Ausbau bezahlbarer Mietwohnungen bewertet. Der Zukauf trage dazu bei, langfristig preisgedämpften Wohnraum in einem wachsenden Stadtteil zu sichern und ein lebendiges Quartier zu entwickeln, das sich in den bestehenden Bestand integriere.
Mit dem Cecilien-Carré setzt sich damit eine Entwicklung fort, die Marzahn-Hellersdorf in den kommenden Jahren weiter prägen dürfte; als Standort für neuen, öffentlich gebundenen Wohnraum im Berliner Osten.
Quellen: GESOBAU, Bonava, Konii
