Nach dem Einbruch in einen Gelsenkirchener Sparkassentresor haben Ermittler Autokennzeichen sichergestellt, die womöglich zu einem der Fluchtfahrzeuge gehören. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurden die Kennzeichen in Dortmund gefunden. Wie die Bild-Zeitung berichtet, habe ein Zeuge die Beamten am Sonntagnachmittag alarmiert. Die Kennzeichen seien in einem
Abfallbehälter am Taxistand des Dortmunder Hauptbahnhofs entsorgt
worden.
Polizei und Staatsanwaltschaft hatten zuvor
Fotos der beiden mutmaßlichen Fluchtfahrzeuge veröffentlicht, auf denen die Kennzeichen zu sehen waren. Dabei handelte es sich um einen schwarzen Audi RS 6 sowie einen Mercedes-Kleintransporter vom Typ Citan. Der Audi
fuhr demnach mit einem Kennzeichen aus Hannover, der Mercedes mit einem aus Beckum. Die Ermittler vermuten, dass die Kennzeichen gefälscht wurden. Derzeit prüfen sie, ob die Kennzeichen tatsächlich von den Fluchtfahrzeugen der Täter stammen. Die Einbrecher selbst sind nach wie vor auf der Flucht.
Täter leerten mehr als 3.000 Kundenschließfächer
Am vergangenen Wochenende waren Einbrecher über ein Loch in einen Tresor einer Sparkassenfiliale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer eingestiegen. Dort hatten die Täter fast alle 3.250 Kundenschließfächer geleert. Die Tat könnte sich über mehrere Tage hingezogen
haben. Der Schaden liegt möglicherweise bei mehr als 100 Millionen Euro. Einsatzkräfte hatten den Einbruch am 29. Dezember nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt.
In der Folge hatten sich viele Schließfachbesitzer und Mitbürger entsetzt darüber gezeigt, dass ein solcher Einbruch in dieser Form möglich war, und die Sicherheitsmaßnahmen der Sparkasse in Zweifel gezogen.
Der Raub von Gelsenkirchen
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Bankeinbruch in Gelsenkirchen:
„Das waren Schließfächer von Leuten, die 40 Jahre malocht haben“
Gelsenkirchen:
Einer der größten Coups der deutschen Kriminalgeschichte