Der Fleischkäseweck ist in aller Munde. Ein großer Anbieter hat den Preiskampf angestoßen und verkauft eine Scheibe davon im „luftigen“ Brötchen für einen kaum schlagbaren Preis von einem Euro – Die Konkurrenz hält dagegen! Aktuell gibt es in den Filialen einer saarländischen Großbäckerei die „Klappschmier“ mit Fleischkäse. Statt im Brötchen liegt die Fleischkäsescheibe zwischen den zusammengeklappten Brotscheiben.
Fleischkäse ist im Fokus: Wissenschaftler warnen vor Junkfood
Das Bundesforschungsministerium lässt schon lange Strategien zu „gesunder Ernährung“ untersuchen. Auch der „Fleischkäsweck“ oder „Leberkässemmel“ wie die bayrische Variante genannt wird, ist dabei im Fokus. Die Wissenschaftler warnen vor ungesundem Junkfood. Es drohen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs. Das Brät wird aus minderwertigem Schweinefleisch mit viel Salz, Glutamat und Zusatzstoffen hergestellt.
Forscher haben auch gesündere Fleischkäse entwickelt: Ihre Kreationen mit Ballaststoffen, magerem Fleisch, pflanzlichem statt tierischem Fett und weniger Salz konnten bei Verkostungen sehr gut mithalten. Es wäre also durchaus möglich, eine „Leberkässemmel“ kalorienärmer und gesünder zu produzieren. Aber offensichtlich scheuen die Produzenten die Mehrkosten – ihr aktueller Absatz stimmt ja!
Bei Schnäppchen ist den Deutschen die Qualität oft doch nicht mehr so wichtig
Deutsche Verbraucher geben an, dass ihnen die Qualität der Produkte sehr wichtig ist – wenn Schnäppchen locken, wird das gerne ’mal vernachlässigt. Und wenn es gut schmeckt, noch eher! Tierwohl und Nachhaltigkeit sind in dem Moment unwichtig.
Wie wäre es denn mit der folgenden Alternative: „Früchte Schaum“ in St.Ingbert produziert mit viel Fantasie und guten Produkten tolle Zwischensnacks – „ready to eat“. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, sollte einfach auf das selbst gemachte „Pausenbrot“ zurückgreifen. Das kann individuell belegt und jedem Geldbeutel angepasst werden. Dabei fällt mir das „Hasenbrot“ aus meiner Kindheit ein: Die nicht vom Opa während der Arbeit gegessenen Brote brachte er mit zurück – für mich waren sie abends noch ein Genuss!
Holger Gettmann arbeitet als Unternehmensberater. Seine Leidenschaft ist die Kulinarik. Hierzu hat er Bücher herausgegeben und schreibt regelmäßig in der SZ.