Hamburg – Was als harmloser Spaziergang begann, wurde für Mischlingshündin Lucie zum Überlebenskampf im Eiswasser und zu einer aufwendigen Rettungsaktion für 20 Helfer.

Am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr ging bei der Freiwilligen Feuerwehr der Alarm ein: Ein Hund war im Eis eingebrochen. Die vier Jahre alte Mischlingshündin Lucie war dem Frauchen aus unbekannten Gründen entlaufen und geriet auf das Eis des zugefrorenen Öjendorfer Sees in Hamburg.

Hund bricht im Öjendorfer See mehrfach ein

Doch das Eis war viel zu dünn und nicht tragfähig. Immer wieder brach Lucie ein. Mit letzter Kraft schleppte sich die Hündin weiter, pitschnass, völlig erschöpft. Schließlich schaffte sie es auf eine kleine Insel im See. Dort blieb das Tier liegen – verängstigt bei eisiger Kälte.

Mit dem Schlauchboot erreichten die Retter die Insel

Mit dem Schlauchboot erreichten die Retter die Insel

Foto: CityNews TV

Für die 20 Feuerwehrleute begann ein schwieriger Einsatz. Um überhaupt an den See zu gelangen, mussten Einsatzkräfte an mehreren Fahrzeugen Schneeketten anlegen. Die schmalen Wanderwege rund um den See waren komplett vereist.

Feuerwehr kommt mit Boot nicht ans Ufer

Auch auf dem Wasser gab es Probleme. Das Wasser rund um die Inseln war sehr flach. Mit dem Kleinboot konnten die Retter nicht bis an das Ufer der Insel heranfahren. Die Gefahr war zu groß, Boot oder Antrieb zu beschädigen.

Gerettet! Die Freundin der Hundebesitzerin kehrt mit Lucie und den Einsatzkräften auf dem Boot zurück

Gerettet! Die Freundin der Hundebesitzerin kehrt mit Lucie und den Einsatzkräften auf dem Boot zurück

Foto: CityNews TV

Die Lösung: ein Schlauchboot. Zwei Feuerwehrleute und eine Freundin, die die Hundebesitzerin begleitet hatte, setzten damit zu der Insel über. Das nächste Problem: Lucie war sehr verängstigt und biss zwei Retter. Die Einsatzkräfte kamen später nach BILD-Informationen zur Sicherheit in die Klinik.

Erst nach längerer Zeit gelang es, Lucie zu beruhigen und einzufangen. Gemeinsam ging es im Schlauchboot zurück. Dort wurde die Hündin sofort in Decken gehüllt und aufgewärmt.

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Und dann die Erleichterung: Nach kurzer Zeit ging es Lucie wieder so gut, dass sie ganz normal neben ihrer Besitzerin lief – als wäre nichts passiert. Zur Sicherheit kam die Hündin in das vorgewärmte Auto der Besitzerin. Nach rund vier Stunden ging es zurück nach Hause.