Nur wenige Sekunden vor der Landung

Vogelschwarm bringt Lufthansa-Airbus aus München in Schieflage

05.01.2026 – 13:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Vögel prallen gegen das Triebwerk eines Airbus A320: Der Vorfall löste einen Rauchabstoß aus und zwang die Crew zur Umleitung des Flugs.Vergrößern des Bildes

Vögel prallen gegen das Triebwerk eines Airbus A320: Der Vorfall löste einen Rauchabstoß aus und zwang die Crew zur Umleitung des Flugs. (Quelle: Facebook/Cluj Spotting)

Ein Airbus A320 aus München trifft im Landeanflug plötzlich auf einen Vogelschwarm – mit verheerenden Folgen für eines der beiden Triebwerke.

Mehr als eine Stunde verlief der Flug eines Lufthansa-Airbus A320 von München nach Cluj-Napoca in Rumänien ohne Zwischenfälle. Doch nur wenige Momente vor der Landung, in etwa 450 Metern Höhe, schlugen plötzlich Vögel in das rechte Triebwerk des Airbus ein. Das geht aus Flugdaten sowie Fotos des Vorfalls auf Facebook hervor.

Der Lufthansa-Flug war zunächst gegen 11.20 Uhr vom Münchner Flughafen gestartet. Etwa eine Stunde später, gegen 12.30 Uhr, befand sich die Maschine bereits wieder im Landeanflug auf Cluj-Napoca. Doch nur noch wenige hundert Meter über dem Boden durchkreuzte ein Vogelschwarm die Flugbahn des Airbus und schlug in das rechte Triebwerk ein.

Die Piloten entschieden sich daraufhin sofort für ein Durchstartmanöver. Auf mehreren Fotos ist zu sehen, wie Rauch aus dem rechten Triebwerk austritt und das Flugzeug, aufgrund des asymmetrischen Schubs, leicht nach rechts abdriftet.

Kurz darauf entschied sich die Crew für eine Ausweichlandung in Budapest. Der dortige Flughafen verfügt über längere Landebahnen und eine leistungsfähigere Infrastruktur für Notfälle. Um 13.36 Uhr setzte die Maschine sicher auf der Landebahn 31R auf. Anschließend wurde sie, wie auf Bildern in sozialen Medien zu erkennen ist, direkt von Einsatzfahrzeugen der Flughafenfeuerwehr empfangen.

Die Einsatzkräfte überprüften das Flugzeug nach der Landung auf mögliche Schäden. Erst danach rollte die Maschine zur Parkposition, wie die Flugdaten weiter zeigen. Wie das Flugbranchenportal „The Aviation Herald“ berichtet, wurde der rechte Motor, ein Triebwerk vom Typ CFM56, durch den Vogelschlag beschädigt.