Brigitte Macron

Stand: 05.01.2026 13:26 Uhr

Wegen falscher Behauptungen über die Frau des französischen Präsidenten in sozialen Medien wurden zehn Menschen verurteilt – zumeist zu Bewährungsstrafen. Brigitte Macron wollte mit dem Verfahren auch ein Exempel statuieren.

Ein Pariser Gericht hat zehn Angeklagte wegen falscher Behauptungen über Brigitte Macron verurteilt. Sie hätten die Frau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit „böswilligen und herabwürdigenden Formulierungen“ angegriffen, hieß es bei der Urteilsverkündung.

In sozialen Medien sollen die Angeklagten Macron unterstellt haben, eine Transfrau zu sein. Zudem brachten sie den Altersunterschied des Paares von 24 Jahren mit Pädophilie in Verbindung. Einige der Beiträge wurden Zehntausende Male aufgerufen.

Insgesamt zehn Menschen standen vor Gericht. Acht wurden zu Bewährungsstrafen zwischen vier und acht Monaten verurteilt, ein Mann erhielt sechs Monate Haft ohne Bewährung. Ein weiterer Angeklagter muss einen Kurs gegen die Verbreitung von Hass im Internet besuchen.

Vorgehen gegen Verschwörungstheorie

Macron nahm an der zweitägigen Verhandlung im Oktober nicht teil. Dem Fernsehsender TF1 sagte sie am Sonntag, sie habe die Klage eingereicht, um im Kampf gegen Belästigung ein Exempel zu statuieren.

Die Macrons gingen schon früh gegen die Verschwörungserzählung vor, wonach Brigitte Macron eine Transfrau sein soll. Dies kursiert seit der Wahl Macrons zum Präsidenten im Jahr 2017.