Standdatum: 5. Januar 2026.

Ein Bus fährt in Berlin nachts durch eine dunkle Straße.

Ein mutmaßlicher Brandanschlag hat die Stromversorgung in Berlin für zehntausende Haushalte gestört.

Bild: Imago | Anadolu Agency

Noch immer haben rund 30.000 Haushalte in Berlin keinen Strom. Wie geht man in Bremen mit einem solchen Szenario um? Man nehme die Gefahr sehr ernst, erklärt die Innensenatorin.

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Samstagmorgen sind immer noch zehntausende Haushalte in Berlin betroffen. Für vergleichbare Fälle in Bremen sieht Innensenatorin Eva Högl (SPD) das Land gut gerüstet.

Bremen habe seine Hausaufgaben gemacht, sagt Högl: Seitdem im Herbst 2022 das Gas knapp war, habe man daran gearbeitet, die Energieversorgung auch in Krisen sicherzustellen. Zum Beispiel haben Polizei- und Feuerwehr-Standorte neue Notstromaggregate bekommen.

Bremen will neues Programm auf den Weg bringen

Außerdem kündigt die Innensenatorin an, dass der Senat voraussichtlich kommende Woche das Landesprogramm „Bremen resilient“ beschließen wird. Ein eigenes Büro soll dann im Notfall mehr als 60 verschiedene Maßnahmen koordinieren, unter anderem die Trinkwasserversorgung. Das Stromnetz in Bremen bezeichnet Högl als sehr sicher. Der Energieversorger SWB erklärt dazu, das Netz sei redundant aufgebaut. Das heißt, fällt ein Teil aus, kann die Versorgung mit Strom in der Regel kurzfristig über andere Wege laufen.

Wenn es irgendwann mal in Bremen oder Deutschland zu einem Ausfall kommt, haben wir Abfangnetze: Also es gibt separate Leitungen, die dazwischengeschaltet werden können, um diese Störungen so kurz wie möglich zu halten.

Niklas Oberbach, SWB-Sprecher

Quelle:
buten un binnen.

Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Rundschau, 5. Januar 2026, 17 Uhr