Für Peter H. begann das Jahr 2025 mit einer Schock-Diagnose: Leberkrebs. Seitdem bangt der 51-jährigen Familienvater aus Neuburg um sein Leben. Eine Transplantation könnte seine Chancen verbessern, doch ob das überhaupt möglich ist, ist offen. Denn Peter H. leidet an Herzinsuffizienz und ist alkoholkrank. Er kämpft täglich für seine Abstinenz. Für seine Familie bedeutet sein Leid nicht nur eine emotionale Belastung, sondern auch enorme finanzielle Probleme. Grundlegende Anschaffungen können nicht mehr finanziert werden. Gut, dass sich Peter H. über eine Sozialbetreuung an die Kartei der Not gewandt hat.

Familie lebt in Neuburg in Armut: Kartei der Not zahlt Kühlschrank und Kleidung für das Kind

Seit Januar 2025 ist Peter H. trocken, das belegen seine Blutwerte. Aufgrund der Krebsdiagnose ist er nicht arbeitsfähig, doch er bringt sich bei der Betreuung seiner dreijährigen Tochter liebevoll ein. Immer stärker benötigt aber er selbst Pflege. Bis Juli 2025 hat die Familie weitgehend von Sozialhilfe und zusätzlich vom Familiengeld gelebt. Doch Letzteres wird bis zum dritten Lebensjahr der Tochter bezahlt, und ist nun vorbei. Jetzt wird das Geld knapp und teure Medikamente müssen bezahlt werden.

Die Familie hat sich für die Lebensmittelpakete der Tafel angemeldet, doch der Kühlschrank war nicht mehr funktionstüchtig. Dank der Unterstützung der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, konnte ein Ersatzgerät mit Gefrierfach angeschafft werden. Nun können die Lebensmittel besser eingelagert werden.

Für die Tochter, die seit Oktober im Kindergarten ist, wurde Kleidung, Kindergartenrücksack, Schuhe und wetterfeste Kleidung benötigt. Weil Peter H. durch seine Krankheit stark zugenommen hat, brauchte auch er neue Sachen. Hosen und Pullover konnten angeschafft werden, weil die Kartei der Not unbürokratisch geholfen hat. „Bei solchen Härtefällen, ist es keine Frage, dass wir direkt finanzielle Hilfe geben“, sagt Oliver Jaschek, Geschäftsführer des Leserhilfswerks.

Spendenrekord aus der Region Neuburg für die Kartei der Not

Doch er betont: „Nur, weil so viele Menschen der Kartei der Not vertrauen und so großzügig spenden, können wir Familien wie der von Peter H. direkt helfen.“ Im Verbreitungsgebiet der Neuburger Rundschau zeigt sich das im Jahr 2025 besonders. Denn im Vergleich zum Vorjahr wurde aus der Region fast doppelt so viel gespendet, wie im Vorjahr, insgesamt knapp 130.000 Euro. „Herzlichen Dank an all die Spender. Wir geben das zu 100 Prozent an die Menschen in der Region weiter.“

21 Anträge gab es aus der Region Neuburg, die alle bewilligt wurden. Geholfen wurden insgesamt 69 Kindern, vier Menschen mit Behinderung, neun Alleinerziehenden, acht Familien, zwei Alleinstehenden und zwei Jugendhilfe-Einrichtungen. Die meisten Anträge waren Notfallhilfen, die über die Beratungsstellen herangetragen wurden. Diese sind ein wichtiger Partner, um Missbrauch zu vermeiden. Direkte Anfragen gab es aber auch. Es wurden unter anderem für einzelne Kinder Kinderfreizeiten und Klassenfahrten finanziert, Stromschulden wurden übernommen oder die Rechnungen für eine neue Brille oder eine dringende Zahnbehandlung.

  • Barbara Wild

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  • Peter H.

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  • Kartei der Not

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