Tagelanger Blackout in der Hauptstadt

Stromausfall in Berlin: Neue Details

05.01.2026 – 20:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Berlin: Hilfesuchende sitzen auf Stühlen hinter Feldbetten während eines Stromausfalls im Südwesten Berlins in einer Notunterkunft im Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf.Vergrößern des Bildes

Ein Hilfesuchender sitzt auf Stühlen in einer Notunterkunft: Die betroffenen Berliner Stadtteile stellen Unterbringungen zur Verfügung. (Quelle: Carsten Koall/dpa)

Mehrere Berliner Stadtteile sind nach einer Attacke auf die Stromversorgung vom Netz abgeschnitten. Die Tat ruft jetzt auch den Generalbundesanwalt auf den Plan.

Nach dem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung am Samstag beschäftigt sich jetzt auch der Generalbundesanwalt mit dem Blackout. Das bestätigte eine Sprecherin t-online. Eine Sprecherin erklärte t-online, dass sich die GBA mit dem Fall beschäftige. Dies sei auch nicht das erste Mal.

Laut der Sprecherin hat sich die GBA bereits in der Vergangenheit mit allen Fällen beschäftigt, bei denen die Vulkangruppe im Verdacht stand, beteiligt gewesen zu sein. Es bestehe Kontakt zu den zuständigen Behörden.

Zuvor hatten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger (beide CDU) die Attacke mit deutlichen Worten verurteilt.

Innensenatorin Iris Spranger stellte am Montag auf einer Pressekonferenz klar: „Ich verurteile diesen menschenverachtenden Anschlag, der bewusst und gezielt Menschenleben gefährdet.“

Die Täter nehmen bewusst in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen. „Deswegen kann hier nicht lediglich von Linksextremismus gesprochen werden. Es steht Linksterrorismus im Raum.“

Ähnlich äußerte sich am Sonntag auch Berlins Regierender Bürgermeister zu dem Stromausfall im Süden der Hauptstadt. Dem RBB erklärte er: „Es war eine linksextremistische Gruppe, die einmal mehr unsere Infrastruktur angegriffen und damit auch das Leben von Menschen bedroht hat. Das ist Terrorismus.“ Demnach ermitteln neben dem Generalbundesanwalt aktuell Polizei, Bundes- und Landeskriminalamt sowie der Staatsschutz.

Seit Samstag sind im Berliner Südwesten zehntausende Haushalte und Betriebe ohne Strom. Nach einem Brandanschlag auf ein Hauptkabel des Kraftwerks Lichterfelde gingen bei ihnen die Lichter aus. Drahtzieher hinter der Aktion soll die sogenannte „Vulkangruppe“ sein. Sie bekannte sich in einem Schreiben bereits am Tag der Tat zu der Attacke.

Auch zwei Tage nach der Attacke ist die Hauptstadt noch damit beschäftigt, den Schaden zu beheben. Zwar konnten laut dem RBB mittlerweile viele Haushalte und Betriebe an die Stromversorgung angeschlossen werden, allerdings gebe es immer noch rund 28.000 Haushalte, bei denen es Probleme gibt. Es wurden Notunterkünfte bereitgestellt.