Am Alexanderplatz ist ein weiterer Hochhausbau auf der Zielgeraden. Beim Projekt „The Berlinian“ ist der Rohbau abgeschlossen, der Innenausbau startet Anfang 2026. Von Prenzlauer Berg aus verdeckt der Neubau inzwischen stellenweise den Blick auf den Fernsehturm, ein Detail, das die Debatte um Berlins Skyline erneut anheizt.
Das Hochhausprojekt „The Berlinian“ hat am Alexanderplatz inzwischen seine volle Höhe von 146 Metern erreicht, große Teile des Gebäudes sind mittlerweile verkleidet. Von Prenzlauer Berg aus ist der Blick auf den Fernsehturm dadurch stellenweise eingeschränkt. Zugleich wird der Neubau zunehmend Teil der Berliner Skyline. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Am Hochhausprojekt „The Berlinian“ am Alexanderplatz ist der letzte Beton gegossen. Damit ist der Rohbau des 146 Meter hohen Gebäudes abgeschlossen. Realisiert wird das Projekt von der CommerzReal AG nach Entwürfen des Architekturbüros Kleihues+Kleihues.
Nach einer kurzen Pause über den Jahreswechsel soll die Baustelle zügig weiterlaufen. Ab dem 5. Januar 2026 ist der Start des Innenausbaus an der Karl-Liebknecht-Straße vorgesehen. Damit rückt die Fertigstellung des bislang am weitesten fortgeschrittenen Hochhausprojekts am Alexanderplatz näher. Je nach Blickwinkel präsentiert sich das Hochhaus unterschiedlich und ist es aus allen Himmelsrichtungen gut sichtbar.
Fassade fast fertig: Innenausbau und öffentliche Nutzungen im Hochhaus „The Berlinian“ starten
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Parallel zum Rohbau ist auch die Fassadenverkleidung weit vorangeschritten. Vor allem in den unteren Geschossen prägen bereits Glas- und Sandsteinelemente das äußere Erscheinungsbild. Der weitere Baufortschritt wird sich nun stärker ins Gebäudeinnere verlagern.
Geplant sind unterschiedliche Büroflächenkonzepte sowie öffentlich zugängliche Nutzungen. Dazu zählen eine Lobby mit Aufenthaltsbereichen, eine Konferenzetage mit Skylounge und gastronomische Angebote im Sockelbereich. Der Turm wird direkt an das bestehende Sockelgebäude angebunden.
Veränderter Blick auf den Fernsehturm: Hochhausdebatte rund um den Alexanderplatz
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Mit zunehmender Höhe des Neubaus verändert sich auch das Stadtbild. Vom Prenzlauer Berg aus ist der Berliner Fernsehturm inzwischen teilweise nicht mehr sichtbar. Dieser Umstand dient derzeit als Aufhänger für eine breitere Debatte über Hochhäuser und Berlins Stadtbild.
Die Bewertungen gehen dabei auseinander. Während einige den veränderten Blick kritisch sehen, verweisen andere auf die lange geplanten Hochhausstandorte am Alexanderplatz und auf die Notwendigkeit städtebaulicher Verdichtung. Fest steht: Das Hochhaus macht die Veränderung der Berliner Skyline sichtbar.
Alexanderplatz im Wandel: „The Berlinian“ als Auftakt weiterer Hochhausprojekte
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„The Berlinian“ ist Teil einer Reihe von Hochhausprojekten, die am Alexanderplatz realisiert werden sollen. Ziel ist es, den zentralen Platz neu zu fassen und zusätzliche Nutzungen zu bündeln. Der Neubau bildet dabei den Auftakt, weitere Türme sollen folgen.
Mit dem Fortschritt des Projekts rückt auch die Frage nach Akzeptanz und langfristiger Wirkung in den Fokus. Während die Bauarbeiten planmäßig voranschreiten, bleibt die Diskussion um Maßstab, Wahrzeichen und Identität Teil der Berliner Stadtentwicklungsdebatte.
Quellen: Tagesspiegel, CommerzReal, Berliner Morgenpost, rbb, Tagesschau, Kleihues + Kleihues, Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH, Covivio Immobilien GmbH, Züblin, BerliMedia GmbH



