Das ging seeehr schnell.

Beim schottischen Traditionsklub Celtic Glasgow herrscht Chaos. Nur 33 Tage nach Amtsantritt hat sich der Verein mit sofortiger Wirkung von Trainer Wilfried Nancy (48) getrennt. Der französische Coach, der am 4. Dezember als großer Hoffnungsträger vorgestellt worden war, muss nach nur acht Pflichtspielen schon wieder gehen.

Wilfried Nancy nach 33 (!) Tagen gefeuert!

Die Entscheidung wurde am Montagabend offiziell kommuniziert. In der Mitteilung heißt es: „Celtic gibt heute bekannt, dass der Vertrag mit Cheftrainer Wilfried Nancy mit sofortiger Wirkung aufgelöst wurde. Der Klub dankt Wilfried für seine Arbeit und wünscht ihm und seiner Familie für die Zukunft alles Gute.“

Auch Nancys gesamter Trainerstab sowie Paul Tisdale, bislang Head of Football Operations, müssen den Klub verlassen.

Ausschlaggebend für die plötzliche Trennung dürfte vor allem die 1:3-Heimpleite im Old Firm, dem Derby gegen die Glasgow Rangers am vergangenen Wochenende, gewesen sein. Die sportliche Führung hatte offenbar bereits vor dem Klassiker Zweifel, das bittere Derby-Ergebnis brachte schließlich die Entscheidung.

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Dabei war Nancy als langfristiger Baustein für eine neue Ära verpflichtet worden: Vertrag bis 2028, starke Referenzen aus den USA, wo er mit Columbus Crew die MLS-Meisterschaft und den Leagues Cup gewann und 2023 zum Trainer des Jahres gekürt wurde. Noch bei Amtsantritt schwärmte Geschäftsführer Michael Nicholson: „Er war unser Wunschkandidat. Wir werden ihm jede Unterstützung geben.“

Jetzt, keine sechs Wochen später, ist von Vertrauen und langfristiger Planung nichts mehr übrig.

Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Der Verein kündigte an, die Fans „so bald wie möglich“ zu informieren. Klar ist: Celtic muss sich nicht nur sportlich, sondern auch strukturell neu sortieren, denn ein solcher Schnellschuss sorgt nicht nur für Fragen, sondern auch für Unruhe. Und davon gab es bei den Bhoys zuletzt ohnehin genug.