Intel steht kurz davor, Panther Lake, seinen neuen KI-Chip für Laptops, am Montag auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas vorzustellen. Damit will das Unternehmen Investoren beruhigen und sein erstes Produkt präsentieren, das mit dem neuen Fertigungsverfahren namens 18A hergestellt wurde.
Jim Johnson, Senior Vice President und General Manager der PC-Sparte von Intel, wird voraussichtlich ab 0 Uhr MEZ (23:00 GMT) Einzelheiten zu dem Chip in einer Präsentation bekanntgeben. Die neuen Chips verfügen über ein neuartiges Transistordesign sowie eine innovative Methode zur Stromversorgung des Chips.
Die Vorgängergeneration der Lunar Lake-Chips wurde größtenteils von TSMC gefertigt. Die Erwartungen an Intel sind hoch: Das Unternehmen bringt mit 18A erstmals ein Produkt in großen Stückzahlen auf den Markt und hofft, Marktanteile zurückzugewinnen, die zuvor an Advanced Micro Devices (AMD) verloren gegangen waren. Im Oktober erklärte das Unternehmen, dass die in Panther Lake integrierten Grafik- und Zentralprozessoren eine um 50% schnellere Leistung als die Vorgängergeneration Lunar Lake liefern. Wie Reuters im vergangenen Jahr berichtete, hatte Intel jedoch mit der Ausbeute, also der Anzahl brauchbarer Chips pro Siliziumscheibe, bei den Panther Lake-Prozessoren zu kämpfen. Intel-Führungskräfte betonten, dass sich die Ausbeute monatlich verbessere und damit den Weg für die Markteinführung in diesem Jahr ebne.
Auch AMD plant einen CES-Eröffnungsvortrag, der um 3:30 Uhr MEZ (02:30 GMT am Dienstag) stattfindet. CEO Lisa Su wird voraussichtlich neue PC-Chip-Generationen vorstellen, die auf KI und Grafik ausgelegt sind. AMD kündigte einen Milliardendeal mit OpenAI über die nächste Generation der MI400-Chips an, von denen einige bereits dieses Jahr eingesetzt werden sollen. Die Vereinbarung mit dem ChatGPT-Entwickler dürfte dem Chipdesigner Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe bescheren. Auch der CEO des KI-Chip-Marktführers Nvidia, Jensen Huang, wird am Montag auf der CES sprechen.
(Bericht von Max A. Cherney in San Francisco; Bearbeitung durch Matthew Lewis)