Bei den winterlich niedrigen Temperaturen fühlen sich die Eisbären scheinbar richtig wohl: Mika kabbelt mit seiner Mama Nuka im Schnee. Diese Bilder teilte der Karlsruher Zoo am Sonntag, 4. Januar, auf seiner Facebook-Seite.

Die Redaktion stützt sich vor allem auf Informationen aus dem Tierlexikon „DK Bibliothek.Tiere“.

Perfekt isoliert: Wie die Eisbären dem Frost trotzen

Eisbären fühlen sich in der Kälte wohl, weil ihr Körper perfekt an das Leben in der Arktis angepasst ist. Ihr dichtes Fell mit hohlen Haaren speichert Luft und wirkt wie eine Isolationsschicht gegen Wind und Frost. Unter dem Fell liegt eine bis zu zehn Zentimeter dicke Fettschicht, die den Körper zusätzlich warm hält – selbst im eiskalten Wasser.

Eisbär Mika und seine Mama Nuka genießen den Schnee.

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Eisbär Mika und seine Mama Nuka genießen den Schnee.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

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Eisbär Mika und seine Mama Nuka genießen den Schnee.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

Außerdem ist die Haut der Eisbären schwarz und nimmt Sonnenwärme besonders gut auf, während das weiße Fell sie tarnt. Ihr kompakter Körperbau mit kleinen Ohren und kurzem Schwanz verringert den Wärmeverlust. So kommen Eisbären mit eisigen Temperaturen hervorragend zurecht – zu warmes Wetter ist für sie dagegen eher ein Problem.

Eisbär Mika und seine Mama Nuka genießen den Schnee.

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Eisbär Mika und seine Mama Nuka genießen den Schnee.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

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Eisbär Mika und seine Mama Nuka genießen den Schnee.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

Gefiederte Farbenpracht: Flamingos fallen auf

Weniger gut getarnt sind dagegen die Flamingos: Ihr orange-rosanes Federkleid sticht vor dem schneebedeckten Hintergrund auffallend hervor.

Die Flamingos im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.

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Die Flamingos im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

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Die Flamingos im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

Gut also, dass ihre natürlichen Fressfeinde, wie große Raubvögel, Großkatzen oder andere größere Raubtiere, im Zoo weit genug von ihnen weg sind.

Schwarz-weißer Look: Zebras wird es bei Minusgraden zu kalt

Die Zebras passen mit ihrem schwarz-weißen Look wieder mehr zur winterlichen Umgebung. Doch wie kommen sie mit den aktuellen Temperaturen um den Gefrierpunkt zurecht?

Sie sind von Natur aus an die warmen Savannen und Grasländer Afrikas angepasst, können aber überraschend gut mit mäßig kühlen Temperaturen umgehen. Nachts kann es in ihren Lebensräumen deutlich abkühlen, was sie dank eines etwas dichteren Fells in der kühleren Jahreszeit und durch ständige Bewegung gut verkraften.

Die Zebras im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.

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Die Zebras im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

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Die Zebras im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

Anders als typische Kältetiere besitzen Zebras jedoch kein dickes Winterfell und sind bei Frost, Schnee und langfristiger Nässe schnell überfordert. In Regionen mit strengen Wintern könnten sie ohne Schutz kaum überleben – Zoos gleichen dies etwa mit warmen Ställen aus. Zebras sind also eher Sonnenliebhaber, die ein bisschen Kühle tolerieren, aber keine anhaltende Kälte mögen.

Elegant durch den Winter: So schützt ihr Smoking die Pinguine

Die Pinguine schließen sich dem Schwarz-Weiß-Stil an – Ihr Gefieder erweckt den Eindruck, als würden sie einen eleganten Smoking tragen. Unter der Haut der Vögel verbirgt sich eine dicke Fettschicht, die wie eine natürliche Isolierung wirkt und den Körper vor Unterkühlung schützt – besonders im eiskalten Meerwasser. Ihre Haut selbst ist relativ robust und oft dunkel gefärbt, was zusätzlich etwas Wärme von der Sonne aufnimmt.

Ein Pinguin im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.

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Ein Pinguin im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

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Ein Pinguin im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

Tatsächlich sind das Entscheidende aber ihre Federn: Pinguine haben ein sehr dichtes, wasserabweisendes Federkleid. Die äußeren Federn sind kurz, hart und überlappen sich wie Dachziegel, sodass Wasser kaum bis zur Haut vordringen kann. Darunter liegt eine weiche, flauschige Daunenschicht, die Luft einschließt und so wie eine Daunenjacke isoliert. Zusätzlich fetten Pinguine ihre Federn mit einem Öl aus einer Drüse am Schwanz ein, damit sie noch wasser- und windabweisender werden.

Durch dieses Zusammenspiel aus Fettschicht, dichter Dunenunterlage und spezialisierten, wasserabweisenden Deckfedern bleiben Pinguine auch in eisiger Luft und kaltem Wasser warm.

Die Erdmännchen-Strategie: Sonnenbaden, so viel es geht

Nicht ganz so sehr wie Flamingos, aber doch auffälliger in der weißen Umgebung, sind die Erdmännchen. Sie stammen aus den warmen, trockenen Regionen des südlichen Afrikas und sind daher nicht speziell an Kälte angepasst.  Um niedrige Temperaturen auszugleichen, wärmen sie sich morgens durch Sonnenbaden auf, oft in ihrer typischen aufrechten Haltung mit dem Rücken zur Sonne.

Ein Erdmännchen im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.

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Ein Erdmännchen im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

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Ein Erdmännchen im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.
Foto: Zoo Karlsruhe/Facebook

In kalten Nächten drängen sie sich in ihren unterirdischen Bauten eng zusammen, wo die Temperatur deutlich konstanter ist und Wind sie nicht erreicht. Ihr Fell bietet nur begrenzten Schutz, weshalb sie in Zoos bei starkem Frost meist Zugang zu beheizten Innenbereichen oder Schutzhütten benötigen.

  • Franziska Gebhard

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