FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) schlug intern Alarm! Die ersten Tage im Trainingslager des 1. FC Köln missfielen ihm so sehr, dass er seine Mannschaft zusammentrommelte – und eine klare Botschaft sendete: Ohne Hingabe kein Klassenerhalt.
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Kwasniok verriet nach dem Testspiel gegen Lugano (2:1), dass er in La Nucia (Spanien) zunächst zu wenig Feuer gesehen habe: „Ich bin ja immer recht ehrlich, die ersten zwei, drei Tage hatte ich schon das Gefühl, wir müssen einen Zahn zulegen. Wir haben uns schon abgearbeitet, aber es hat ein Quäntchen gefehlt. Wir haben ein wichtiges Spiel am Samstag – da gab es dann gestern schon den Hinweis und die Bitte, mit Hingabe zu arbeiten.“
Der Trainer weiter: „Da muss ich bei mir selbst und dem Trainerteam anfangen. Du kannst deinen Job erledigen – oder du kannst deinen Job mit Hingabe erledigen. Wir tun gut daran, das vom ersten Tag an zu tun.“
Kwasniok beobachtete bewusst, ob aus der Mannschaft selbst Impulse kommen. Sein Fazit: „Das war nicht der Fall.“
Krisengespräch mit der Mannschaft
Darum setzte er sich am Abend noch einmal ausführlich mit dem Team zusammen: „Ich habe darauf hingewiesen, worum es für den 1. FC Köln in der Bundesliga geht, nämlich den Klassenerhalt. Da gehört Gier dazu, Hingabe, Energiebereitschaft in jeder Trainingseinheit.“
Kwasniok fordert Selbstverantwortung: „Ich will, dass sowas auch mal aus der Mannschaft kommt und nicht auf Ansagen des Trainers gehofft wird. Es sind erwachsene Menschen.“
Auch beim Testspiel blieb er deshalb bewusst ruhig an der Seitenlinie: „Am Ende ist es ein Players-Game. Die Jungs hören mich während des Spiels nicht in der Bundesliga vor 50.000 Menschen. Ich will, dass sie sich gegenseitig fördern und anstacheln zur Höchstleistung. Da hilft ein positives Energie-Level, Kommunikation – auch mal Schreien und Pushen.“
Am Samstag in der Bundesliga geht es in Heidenheim um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Nach Kwasnioks Ansage sollte die Mannschaft jetzt wissen, was er fordert: mehr Hingabe, Energie und Verantwortung von innen heraus.