So ganz zufrieden war Uwe Rösler (57) mit der Leistung nicht.
Am Sonntag flog der VfL Bochum ins Spontan-Trainingslager nach Belek in der Türkei (BILD berichtete). Aufgrund einer Verspätung kam die Reisetruppe aus dem Pott erst gegen 22 Uhr Ortszeit am Hotel an. Montagmorgen ging es dann direkt los mit der ersten Einheit um 10 Uhr bei gemütlichen 15 Grad. Bis auf Gerrit Holtmann (30/Knie-OP), Matus Bero (30/Sprunggelenk) und Michael Obafemi (25/Rücken) sind alle Spieler (25 Feldspieler und drei Torhüter) mit dabei. Besonders bitter: Obafemi verletzte sich bei den Leistungstests am vergangenen Freitag. Der Leihspieler vom FC Burnley kommt ohnehin kaum zum Zug, fällt jetzt erstmals aus.
Bei der letzten Übung des Vormittagstrainings war Rösler aber nicht einverstanden mit der Leistung einiger VfL-Akteure. Der Cheftrainer: „Ein Teil der Mannschaft hat es super gemacht bei der Spielform. Der andere saß noch im Flieger.“ Da der Pottklub noch den Reisetag in den Knochen hatte, sah es Rösler nicht ganz so streng. Bei der Nachmittagseinheit schien die Reisemüdigkeit dann vollständig verflogen zu sein.
Immerhin kann Bochum in Belek unter optimalen Bedingungen in die Rückrunden-Vorbereitung starten. „Es ist viel besser, hier zu trainieren, als in Bochum bei Minusgraden und Schnee. Die Verletzungsgefahr ist viel geringer. Da hat sich der Aufwand schon gelohnt“, freut sich Rösler.
Testspiel gegen Aachen
Der VfL kann das gute Wetter in der Türkei noch bis zum kommenden Sonntag (11. Januar) nutzen. Bevor die Heimreise angetreten wird, absolviert der Zweitligist am Samstag (14 Uhr Ortszeit) ein Testspiel gegen den Drittligisten Alemannia Aachen. Aktuell wird noch geklärt, ob das Testspiel über 120 Minuten gehen wird. „Wir wissen noch nicht, ob das klappt, aber wir wollen so versuchen, dass alle auf ihre Minuten kommen“, erklärt Rösler.