Davor wird das Programm am 10. Januar um 20 Uhr auch in der Reihe „Bock auf Klassik ?! – Klassik und Kölsch“ für junge Erwachsene mit einer Aftershowparty gespielt.

Ein Konzert zum 150. Geburtstag von Konrad Adenauer

Mit dem Konzert am 11. Januar gibt das Gürzenich-Orchester ein Geburtstagsständchen für Konrad Adenauer anlässlich seines 150. Geburtstages, der von seinem Nachfolger, Oberbürgermeister Torsten Burmester, mit einem Grußwort zu Beginn des Konzerts geehrt wird. Diese Stücke werden vom renommierten Kölner Orchester präsentiert:

Ravel komponierte „Le Tombeau de Couperin“ während des Ersten Weltkriegs, teils noch bevor er als Freiwilliger eingezogen wurde, teils nach seiner Rückkehr aus dem Kriegsdienst zunächst als Klaviersuite. Jedes der sechs Sätze ist einem im Krieg gefallenen Freund gewidmet. Nach dem Krieg arrangierte er vier der Sätze für Orchester. Stilistisch verbindet Ravel barocke Tanzformen mit einer farbenreichen Harmonik als Hommage an François Couperin.

Berlioz schrieb den Liederzyklus „Les nuits d’été“ zunächst für Singstimme und Klavier, orchestrierte aber später einzelne Lieder selbst. Entstanden ist das Werk in einer Phase künstlerischer Unsicherheit, doch dichterischer Inspiration, nachdem die Ehe mit Harriet Smithson zunehmend belastet war. Die sechs Lieder auf Gedichte von Théophile Gautier zeigen Berlioz’ Talent für zarte Klangfarben und Atmosphäre.

Rimski-Korsakow komponierte „Scheherazade“ während einer Phase, in der er intensiv an Orchestrierungstechniken auseinandersetzte. Die sinfonische Suite basiert lose auf „Tausendundeine Nacht“, wobei das berühmte Solo der Solo-Violine „Scheherazade“ selbst symbolisiert. Der Komponist betonte später, das Werk solle nicht als konkrete Erzählfolge verstanden werden, sondern als musikalischer Stimmungszyklus dieser exotischen Märchen. Besonders bemerkenswert ist die farbenreiche Orchestrierung, die Scheherazade zu einem der beliebtesten Werke der russischen Spätromantik machte.

Die Protagonisten: Christian Gerhaher ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Sänger. Er studierte zunächst Medizin, dann Gesang an der Münchner Hochschule für Musik Gesang, wo er heute auch Professur innehat. Mit Gerold Huber tritt er regelmäßig in den internationalen Liedzentren auf. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Simon Rattle, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Christian Thielemann, Nikolaus Harnoncourt, führt Christian Gerhaher in die bedeutenden Konzertsäle der Welt. Zu den Orchestern, mit denen er besonders häufig arbeitet, zählen das London Symphony Orchestra, das Amsterdamer Concertgebouworkest und besonders die Berliner Philharmoniker, deren „Artist in Residence“ er als erster Sänger war, sowie die Symphonieorchester des Schwedischen und speziell des Bayerischen Rundfunks.

Riccardo Minasi ist seit 2017 Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg. In jüngerer Vergangenheit hat er u. a. zum ersten Mal das HR-Sinfonieorchester Frankfurt, das Tokyo Metropolitan Orchestra und das Konzerthausorchester Berlin dirigiert. Zudem wurde er zu Debüts beim Concertgebouw Orchestra, bei der Staatskapelle Dresden und zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eingeladen. Beim Gürzenich-Orchester war er zuletzt bei einem Benefizkonzert im Mai 2024 zu hören.

Weitere Informationen zum Orchester und zu den Konzertkarten finden sich online unter: