Erst leuchteten die Trecker, dann glänzten die Augen der beiden Organisatoren der zweiten Lichterfahrt vom Wittener Stadtteil Herbede zum Sprockhöveler Ortsteil Haßlinghausen und zurück. Ben Wefelscheid (19) und Marco Marmulla (40) teilten stolz ein Rekord-Ergebnis mit. Dabei sah es anfangs, Mitte Dezember, gar nicht danach aus.

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Nach dem großen Erfolg der Lichterfahrt-Premiere im Jahr 2024 hatten sich die beiden Freunde aus Witten-Vormholz entschlossen, mit LED-Ketten behängte Trecker und andere Fahrzeuge erneut durch den ländlichen Süden des Stadtgebiets rollen zu lassen – bis in Haßlinghausens Ortsmitte. Von da aus fuhr der Tross mit rund 50 Fahrzeugen wieder zurück. Bei der ersten Lichterfahrt hatten Ben Wefelscheid und Marco Marmulla rund 9200 Euro Spendengeld für den Verein Kinderhospiz Ruhrgebiet in Herbede gesammelt. Bei der Neuauflage am zweiten Adventssamstag hoffte das Orga-Duo auf eine neue Bestmarke.

Orag-Duo: „Die beiden Polizeibeamten waren super nett“

Und sie hatten hatten Glück. Das Wetter am Tag des Freiluft-Events am 13. Dezember war trocken – und die Temperaturen erinnerten eher an Frühling als an Winter. Kein Wunder, dass Hunderte dem Benefiz-Konvoi an Straßenrändern und Kreuzungen zujubelten. „Es war auch super mit der Polizei“, jubilierte Marco Marmulla bereits am Tag danach, „die beiden Polizeibeamten, die dabei waren, waren super nett und in Ordnung.“

Unmittelbar nach der Benefiz-Tour der 1000 Lichter waren rund 2200 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen. „Das war nur über PayPal und von den Fahrern zusammengekommen“, sagte Wefelscheid Mitte Dezember in einer ersten Bilanz.

Lichterfahrt 2025: Ben Wefelscheid und Marco Marmulla belohnten die Teilnahme heimischer Landwirte mit Holzsticker und Hochprozentigem.

Lichterfahrt 2025: Ben Wefelscheid und Marco Marmulla belohnten die Teilnahme heimischer Landwirte mit Holzsticker und Hochprozentigem.
© Ben Wefelscheid | Ben Wefelscheid

Darum wurde langer Atem beim Spendensammeln belohnt

Doch die beiden Spendensammler hofften auf ein stetiges Anwachsen der Summe. Zu Recht: Sie hatten die Aktion mit langem Atem geplant. Der Spendenaufruf im Netz ging über den Jahreswechsel hinaus.

Die Geduld von Ben Wefelscheid und Marco Marmulla wurde belohnt: „Wir haben bis jetzt 13.260 Euro“, hieß es am ersten Januar-Wochenende. Was die beiden Veranstalter der Benefiz-Aktion am meisten freute: Jenseits einer Großspende von Stephans Vinothek in Haßlinghausens Ortsmitte – der Chef hatte Glühwein für den guten Zweck verkauft – hatten vor allem ungezählte Kleinbeträge zu dem neuen Rekord-Ergebnis geführt.

Marco Marmulla (40) ist einer der beiden Organisatoren der Lichterfahrt von Witten-Herbede nach Sprockhövel-Haßlinghausen.

Ben Wefelscheid (19) ist einer der beiden Organisatoren der Lichterfahrt von Witten-Herbede nach Sprockhövel-Haßlinghausen.
© Marmulla/Wefelscheid | Marmulla/Wefelscheid

Wann wird Scheck an Kinderhospiz Ruhrgebiet übergeben?

Birgit Schyboll vom Kinderhospiz freut sich schon auf den Geldsegen für die Arbeit des Vereins. Das Kinderhospiz Ruhrgebiet unterstützt Familien von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen mit ambulanten Angeboten – in Wittens Stadtgebiet wie im vereinseigenen Ferienhaus „Gezeiten“ im ostfriesischen Norddeich. Einen Übergabetermin für den symbolischen Spendenscheckgibt es bisher nicht. Er wird, heißt es, in Kürze bekanntgegeben.

Ben Wefelscheid (19) ist einer der beiden Organisatoren der Lichterfahrt von Witten-Herbede nach Sprockhövel-Haßlinghausen.

Zufrieden mit der Lichterfahrt: Co-Organisator Marco Marmulla.
© Marmulla/Wefelscheid | Marmulla/Wefelscheid