Mit einem knappen Sieg halten die Telekom Baskets Bonn die BMA365 Bamberg Baskets in der Tabelle vorerst auf Distanz. Die Gastgeber bauen ihre aktuelle Serie damit auf drei Siege aus. In einem ausgeglichenen Spiel haben die Bonner am Ende gute Nerven an der Freiwurflinie und Bambergs Moritz Krimmer verpasst die Chance zum Sieg.
Spielverlauf: Nach einem offensiven Auftaktviertel (21:22), erhöhten beide Teams die defensive Intensität. So endete der zweite Abschnitt mit 15:14 für Bonn und ausgeglichenem Halbzeitstand von 36:36.
Mit den besseren Ideen kamen dann die Bamberger aus der Kabine: Durch gutes Passspiel und sichere Abschlüsse am Brett setzten sie sich in gut vier Minuten auf 48:40 ab. Dass sie die Führung mit ins letzte Viertel nahmen, war schließlich Demarcus Demonia zu verdanken, der mit dem Buzzer noch einen letzten Dreier zum 59:55 versenkte. Doch schon früh im Schlussabschnitt drehte Bonn das Spiel wieder zu eigenen Gunsten, als Jeff Garrett per Dreier zum 60:59 traf (32. Minute). Aus dem folgenden Schlagabtausch gingen ebenfalls die Telekom Baskets als zwischenzeitlicher Sieger hervor, denn durch einen kleinen 5:0-Lauf führten sie zwei Minuten vor dem Ende mit 73:66.
Doch Bamberg nahm nochmals Tuchfühlung auf. Zuletzt verkürzte Ibi Watson 14 Sekunden vor dem Ende per Korbleger auf 74:76 und es gelang Bamberg Michael Kessens an die Linie zu schicken. Der vergab beide Freiwürfe, holte dann fast den eigenen Offensivrebound – aber eben nur fast. Über Watson kam der Ball zu Moritz Krimmer, der drückte den Dreier in letzter Sekunde ab – aber verfehlte.
Duell im Fokus: Anders als das im Vorbericht erwartete Guard-Duell (zwischen Zachary Cooks und Cobe Williams), gab es eines der Power Forwards Jeff Garrett und Demarcus Demonia. Dabei kamen beide auf je 17 Punkte und scheuten sich dafür auch nicht von draußen abzudrücken. Demonia schoss sechs Dreier (und traf zwei davon), Garrett drückte sogar neun Mal ab (und traf drei Dreier). Auch bei den Rebounds gab es gleiche Zahlen, beide sammelten je acht ein.
Spieler der Partie: Alijah Comithier war mit 22 Punkten erfolgreichster Werfer des Abends. Dazu sparte er sich sieben seiner Punkte und zwei Steals für das Schlussviertel auf, in dem er auch wichtige Freiwürfe traf. Zusätzlich griff er sich fünf Rebounds.
Verschmitztes Lächeln eines Siegers: Topscorer Alijah Comithier musste zur Humba ran (Foto: Sebastian Derix)
Zahlen, bitte: Das Rebound-Duell ging deutlich an die Telekom Baskets Bonn, in Summe mit 47:35. Das lag vor allem an einer überragenden Arbeit am offensiven Brett der Bonner; dort sammelten sie 22 Rebounds ein, während Bamberg gerade auf 13 kam. Da verwunderte es durchaus, dass die Punkte aus zweiten Chancen mit 16:16 auf beiden Seiten gleich ausfielen. Weniger verwunderlich nach dem Spielverlauf war, dass es zehn Mal unentschieden stand und 14 Mal die Führung wechselte.
Die Deutschen: Kessens machte mit sieben Punkten und zehn Rebounds ein starkes Spiel. Moritz Krimmer machte als zweitbester Bamberger zehn Punkte und sammelte dazu drei Abpraller ein.
Am Rande der Bande: Comithier durfte am Ende für die Humba zu den Fans. Da bereitete ihm das Wort „Ausrufezeichen“ zum Gefallen und Verständnis aller ein paar Schwierigkeiten in der Aussprache. Aber nichts, worüber nach einem Sieg nicht gemeinsam gelacht werden konnte.
Wie gehts weiter: Die Telekom Baskets Bonn packen die Sachen für Auswärtsspiele beim FC Bayern Basketball und den MHP RIESEN Ludwigsburg. Für die BMA365 Baskets Bamberg stehen zwei Heimspiele an: gegen Ludwigsburg und das Franken-Derby gegen die Fitness First Würzburg Baskets.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube. Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.