Die 14-Jährige Yunge lebt in ständiger Angst. Das Albino-Mädchen wird aufgrund ihrer weißen Hautfarbe in ihrer Heimat schwer misshandelt. Grund dafür ist ein grausamer Aberglaube: Menschen mit Albinismus werden verfolgt, angegriffen und sogar getötet, weil man glaubt, ihre Körperteile bringen Glück, Wohlstand oder Macht. Besonders Kinder sind betroffen – und stark gefährdet. Als Janine vom Schicksal der jungen Yunge hört, ist sie fassungslos. „Sie sagen, ich sei schlecht. Sie sagen, ich sei von einem bösen Geist besessen.

Sie sagen, ich sei ein einbeiniger Teufel. Deshalb wollte mich mein Vater auch töten, als ich ein Baby war“, erzählt die Teenagerin.  „Die Oma ist ihre Retterin“, sagt Janine. Doch auch sie kann Yunge nicht dauerhaft vor Schlägen und körperlicher Gewalt schützen. Allein der Weg zur Schule, den Yunge täglich auf sich nimmt, dauert acht Stunden. Janine und ihr Lebensgefährte Attu sind überzeugt, dass Yunge ohne sie nicht mehr am Leben wäre.