Das Duell der Liga-Urgesteine ist spannend bis zum allerletzten Wurf!
Im Montagabendspiel der Easycredit-Basketball-Bundesliga liefern sich die Telekom Baskets Bonn und die BMA 365 Bamberg Baskets einen ganz heißen Kampf. Mit dem besseren Ende für das Heimteam, das mit 76:74 gewinnt und ganz viel Glück hat.
Im bereits 98. Aufeinandertreffen zwischen den beiden Traditionsteams ist es der 40. Sieg für die Bonner. Zur Pause erleben die 6.000 Fans im ausverkauften Telekom Dome eine komplett ausgeglichene Partie – 36:36.
Packendes BBL-Traditionsduell: Bonn zittert bis zum letzten Wurf
Bambergs Moritz Krimmer im Dyn-Halbzeit-Interview: „Auch wenn es unentschieden steht, ist es ein bisschen mehr das Spiel von Bonn. Es ist ein Low-Scoring-Game. Es gilt für uns in der zweiten Halbzeit die Offense anzufeuern.“
Gesagt, getan. Krimmer und seine Kollegen kommen deutlich besser aus der Kabine als die Hausherren, legen einen 5:0-Start hin und ziehen auf zwischenzeitlich acht Punkte davon (40:48). Vor dem Schlussabschnitt aber ist die Spannung wieder zurück, die Bonner auf vier Punkte dran (55:59).
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Und das obwohl sich ihre eklatante Dreier-Schwäche (erfolglosestes Team der Liga aus der Distanz) auch in diesem Spiel zeigt. Nach drei Vierteln haben sie magere drei von 20 Versuchen (15 Prozent) von draußen versenkt.
Doch dann fällt ausgerechnet einer zur Führung der Bonner, als Jeff Garret von außen Maß nehmen kann und ohne Ringberührung versenkt (60:59). Die Heim-Fans atmen auf und denken sich wohl: „Warum nicht öfters so?“
Denkt sich auch Tylan Birts und legt direkt zwei weitere Dreier hintereinander nach zum 68:64. Was ist denn hier los? Dyn-Kommentator Stefan Koch: „Bonn ist aufgewacht, Bonn ist offensiv wieder da. Ganz viel deutet hier auf ein Herzschlag-Finale hin.“
Und was es für eines wird! Die Telekom Baskets verschaffen sich zwar zunächst ein Sechs-Punkte-Polster (74:68), doch das ist 30 Sekunden vor Schluss fast dahin, Bamberg auf zwei dran (74:72).
Und dann das: Elf Sekunden noch auf der Uhr, Bonn bekommt bei 76:74 zwei Freiwürfe. Doch Michael Kessens vergibt beide. Noch schlimmer aus Sicht der Gastgeber: Der eigentlich schon sichere Rebound landet irgendwie noch bei Bamberg, die noch einen Wurf und damit tatsächlich noch die Siegchance bekommen. Der Ball kommt zu Krimmer, der den Buzzer-Beater-Dreier versucht. Der Ball fliegt – und knallt auf den Ring! Was für ein Finale und was für ein Glück für die Bonner, die den Dusel-Sieg anschließend mit einer Humba mit den Fans feiern.
Bonns Alijah Comithier ist mit 22 Punkten bester Werfer der Partie. Sein Team behauptet sich mit dem dritten Sieg in Serie in der Spitzengruppe, ist Fünfter. Bamberg belegt nach Spieltag 14 den achten Platz.
