- Anne Bauer ist seit dem 1. November Leiterin der Kinderakademie der Bürgerstiftung Lilienthal und des Kinderforscherzentrums Kalis Werkstatt.
- Im neuen Jahr werden etwa 25 bis 27 Kurse angeboten, darunter neue Kurse zu Wasser, Ernährung und Kreativität; das Programmheft erscheint künftig zweimal jährlich.
- Die Mitmachstationen der Ausstellung bleiben erhalten, künftig ist diese jedoch nur noch einmal monatlich statt jeden Sonnabend geöffnet; Ideen für Jubiläumsfeiern bestehen bisher nicht konkret.
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Frau Bauer, nach zwölf Jahren in Köln sind Sie nach Lilienthal zurückgekehrt, wo Sie auch aufgewachsen sind. Waren Ihnen Kalis Werkstatt und die Kinderakademie in Ihrer Jugendzeit schon ein Begriff?
Nein, tatsächlich bin ich erst durch die Stellenausschreibung darauf aufmerksam geworden. Bevor ich nach Köln gegangen bin, waren Angebote für Kinder im Ort für mich kein Thema. Das hat sich durch die Geburt meines Sohnes geändert. Da ich nach dem Studium viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern gesammelt habe und mir das Vermitteln technischer Themen liegt, habe ich mich beworben. Ich finde die Arbeit mit Kindern schön, sie macht mir Spaß und ich finde es toll, wenn gerade sehr komplexe Themen sehr einfach erklärt werden. Außerdem gefällt mir, dass ich in der Region, in der ich lebe, ein Angebot gestalten kann.
Sie sind jetzt seit wenigen Wochen im Job. Wie sahen Ihre ersten Aufgaben aus und können Sie schon Ziele benennen, die Sie sich gesetzt haben?
Wie überall in einem neuen Job geht es zunächst einmal darum, sich einen Überblick über die bestehenden Strukturen und Abläufe zu verschaffen. Es geht darum, das Angebot am Laufen zu halten, vielleicht hier und da organisatorische Abläufe zu optimieren und zu schauen, wie und wo man das Programm erweitern kann. Langfristig soll das Angebot breit aufgestellt bleiben und wenn möglich auch weiter wachsen.
Zu Kalis Werkstatt gehören auch Mitmachstationen, die die Kinder auf spielerische Weise an Mathematik,Informatik, Naturwissenschaften und Technik heranführen. Da werden Rädchen gedreht oder Kinder können ausprobieren, wie eine Rohrpost funktioniert. Ist das in Zeiten von Multimedia nicht überholt?
Das finde ich überhaupt nicht. Ich halte die Stationen für sehr wichtig, gerade weil Kinder heute viel mit Medien zu tun haben. Haptische Erlebnisse bleiben im Gedächtnis, es macht einen Riesenunterschied aus, ob ich etwas anfasse und erlebe oder ich mir etwas auf dem Smartphone ansehe. Die Mitmachstationen werden bleiben. Wir überlegen, die Ausstellung regelmäßig zu verändern, um sie attraktiv zu halten. Aktuell gibt es zum Beispiel ein Exponat mit der Eisenbahn, das nicht zur Ausstellung gehört. Ich kann mir gut vorstellen, dass es reaktiviert wird. Alles in allem verfügen wir ja über 200 Stationen.
Die Kinderakademie organisiert ja auch Workshops und Kurse für Kinder. Gibt es da schon Ideen für neue Angebote?
In den vergangenen Wochen habe ich zusammen mit Regine Moll und anderen am neuen Programm gearbeitet. Es gibt neue Kurse, die sich mit Themen wie Wasser, Trinkwasser und Abwasser befassen, auch Kinderkurse zur Ernährung soll es geben. Bewegung und Ernährung sind mir persönlich wichtig und ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots. Auch Kreativkurse für Kinder bauen wir weiter aus. Auch auf die Schulen und Kitas wollen wir zugehen und auf unser Angebot aufmerksam machen.
Wie viele Kurse werden angeboten?
Im kommenden Halbjahr werden es etwa 25 bis 27 Kurse sein, einige davon mehrfach. Das Programmheft erscheint künftig zweimal jährlich, angepasst an die Schulhalbjahre, was die Planung für alle Beteiligten erleichtert. Bei den regelmäßigen Öffnungszeiten für die Allgemeinheit wird es im neuen Jahr Änderungen geben: Bisher war es ja so, dass die Ausstellung mit den Mitmachstationen an jedem Sonnabend besucht werden kann. Künftig wollen wir das Angebot einmal im Monat machen.
Wie läuft die Dozentenakquise?
Die meisten der älteren ehrenamtlich tätigen Dozenten machen bei uns zum Glück weiter. Wir konnten einige neue, auch jüngere Dozenten dazugewinnen. Teils gelang dies über die Freiwilligenagentur, teils haben sie sich gemeldet, nachdem sie in der Zeitung gelesen haben, dass neue Dozenten mit technischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund gesucht werden. Das freut mich sehr. Das Angebot wird dadurch vielfältiger, etwa mit Kursen zu Kreativität, Upcycling und gewaltfreier Kommunikation. Wir sind aber immer offen für neue Ideen. Wir brauchen immer engagierte Leute, die Lust haben, einen Kurs neu anzubieten oder bestehende Kurse fortzusetzen, wenn sich ein Dozent aus Altersgründen zurückziehen will.
Wie zufrieden sind Sie mit den Räumlichkeiten?
Die Räume sind grundsätzlich geeignet, auch wenn die Sichtbarkeit im Alltag verbessert werden könnte. Wir wollen darüber mit der Gemeinde sprechen, vielleicht gibt es die Möglichkeit, neue Hinweisschilder aufzustellen. Im Gegensatz zum Conrad-Naber-Haus der Bürgerstiftung, in dem ja auch Kurse der Kinderakademie angeboten werden, bietet Kalis Werkstatt einen barrierefreien Zugang, der im Detail aber noch verbessert werden könnte. Das ist ein Thema, an dem wir arbeiten. Wie auch das Conrad-Naber-Haus steht Kalis Werkstatt auch anderen Organisationen offen, wenn die Räume frei sind.
2026 besteht die Kinderakademie 20 Jahre und Kalis Werkstatt gibt es dann seit 10 Jahren. Gibt es Pläne, die runden Geburtstage zu feiern?
Noch nicht konkret, so weit sind wir noch nicht, da die Fertigstellung des neuen Kursprogramms zunächst im Vordergrund gestanden hat. Aber wir haben die Jubiläen im Blick und werden sicher etwas Besonderes planen.
Gibt es Wünsche oder Ideen für die Zukunft?
Wir freuen uns über kreative Vorschläge, Sachspenden oder Menschen, die sich einbringen möchten – sei es bei der Gestaltung der Räume oder mit neuen Kursideen. Das Angebot lebt von Engagement und frischen Impulsen.
Das Interview führte Lutz Rode.
Zur Person
Anne Bauer ist seit dem 1. November die neue Leiterin der Kinderakademie der Lilienthaler Bürgerstiftung und für das Kinderforscherzentrum Kalis Werkstatt verantwortlich. Die 42-Jährige ist in Lilienthal aufgewachsen, hat nach der Schule zunächst eine IT-Ausbildung bei der Telekom absolviert, das Abitur nachgeholt und anschließend in Köln ein Sportstudium mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Biomechanik abgeschlossen. In diesem Bereich hat sie mehrere Jahre lang unter anderem mit Kindern gearbeitet. Zwölf Jahre hat sie in Köln gelebt. Sie ist Mutter eines dreijährigen Sohnes.
Welche neuen Kursangebote plant die Kinderakademie der Bürgerstiftung Lilienthal im kommenden Halbjahr?
Die Kinderakademie der Bürgerstiftung Lilienthal bietet im kommenden Halbjahr neue Kursangebote wie Programmieren für Kinder, den Bau einer Mondstation und die Herstellung von Erkältungsbalsam. Zudem gibt es Workshops zu 3-D-Druck, Nähprojekten aus alten Stoffen, Robotik mit Lego, Astronomie, Kunst, Löten, Trickfilmproduktion sowie Vogel- und Fledermausbeobachtung in Zusammenarbeit mit dem NABU. Ergänzt wird das Programm durch die Space-Girls-Club-Initiative, physikalische und mathematische Experimente, eine Holzwerkstatt, Kurse zur gesunden Ernährung und regelmäßige Experimentiertage in Kalis Werkstatt.
Quellen
Welche Maßnahmen sind zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Barrierefreiheit der Kinderakademie in Lilienthal geplant?
Zur Verbesserung der Sichtbarkeit der Kinderakademie in Lilienthal sind Maßnahmen wie die kostenlose Verteilung von gelben Warnwesten und Reflektorscheiben an Kinder sowie Aktionen zum Thema „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ geplant, bei denen unter anderem ein Lichttunnel die Bedeutung reflektierender Kleidung im Straßenverkehr demonstriert (Artikel 1). Im Bereich der Barrierefreiheit wird auf eine stärkere Berücksichtigung von Inklusion und niedrigschwelligen Zugängen geachtet; der Kreisbehindertenbeirat plant für 2024, sich gezielt Aufgaben und Problemen der Inklusion zu widmen und ein besonderes Augenmerk auf barrierefreie Zugänge und Angebote zu legen (Artikel 3). Zudem findet eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren statt, um die Teilhabe aller Kinder unabhängig von Beeinträchtigungen zu fördern (Artikel 3).
Quellen
Wie haben sich die Öffnungszeiten und das Kursprogramm der Kinderakademie im neuen Jahr geändert und warum?
Die Öffnungszeiten und das Kursprogramm der Kinderakademie haben sich im neuen Jahr wie folgt geändert: In mehreren Einrichtungen wurden die Betreuungszeiten angepasst, etwa durch Verlängerungen (z. B. in Hollen und Bokel) oder Kürzungen (z. B. in Wollingst), zudem werden Kursangebote wie die Bewegungsförderung weiterentwickelt und erstmals gebührenpflichtig. Die Änderungen erfolgten, um den Bedarf der Eltern und Kinder besser abzudecken, personelle Engpässe zu berücksichtigen und Abläufe wie die Anmeldung sowie die Gebührenstruktur zu vereinfachen.
Quellen
Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.
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