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Der Winter legt los: Erst zarte Flocken, dann ein massiver Schneeschub mit Gewittern und White-Out-Risiko. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Der erste Schnee fällt bereits vielerorts, teils wie erwartet und genauso, wie es in Vorabprognosen angekündigt war. Doch das ist nur der Auftakt. Ab Freitagabend (2. Januar) und in der Nacht auf Samstag (3. Januar) intensivieren sich die Schneefälle deutlich. Kalte Luft strömt ein, während von Westen feuchte Luftmassen nachrücken.

Die Schneehöhen am Sonntagabend (4. Januar). Verschwindet bis Sonntagabend (4. Januar) fast ganz Deutschland unter Schnee? Das ist die Prognose der Schneehöhen des europäischen ECMWF-Modells. © metdes/ wxcharts.com

Diese explosive Mischung sorgt dafür, dass Schnee nicht nur ruhig fällt, sondern schauerartig und mit enormer Intensität. Innerhalb kurzer Zeit können mehrere Zentimeter zusammenkommen, was Straßen, Schienen und Flughäfen plötzlich lahmlegt und Winterdienste vor große Herausforderungen stellt. Besonders überraschend wirkt dabei, wie schnell sich Bedingungen lokal verschärfen können, selbst fernab der Mittelgebirge und Alpen.

Wetter-Prognose für Deutschland: Wintergewitter und White-Out-Gefahr

Wintergewitter entstehen, wenn sehr kalte Luft in der Höhe auf relativ milde, feuchte Luft darunter trifft. Die Atmosphäre wird labil, starke Aufwinde entstehen, und es bilden sich schmale, aber heftige Schneeschauer. An der Küste und im Norden sind sogar kurze Gewitter mit Donner möglich.

Fällt dabei dichter Schnee, kann es innerhalb von 30 bis 60 Minuten zu extrem schlechter Sicht kommen. Wir Meteorologen sprechen dann von einem White Out, bei dem Konturen verschwinden und Orientierung verloren geht. Genau diese White-Out-Gefahr macht die Lage so tückisch, weil Autofahrer und Einsatzkräfte kaum reagieren können, wenn der Schneeschauer plötzlich zuschlägt. Besonders gefährdet sind freie Straßen, Brücken und Küstenabschnitte.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen solltenPolarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.Fotostrecke ansehenSchnee bis in die Mitte, Chaos am Wochenende

Die Schneefälle greifen weiter nach Süden aus und erreichen die Mitte sowie den Süden Deutschlands. In vielen Regionen drohen glatte Straßen, erhebliche Verkehrsbehinderungen und Verspätungen. Besonders heikel wird die Lage am Wochenende (3. und 4. Januar), wenn viele Menschen aus dem Weihnachtsurlaub zurückkehren.

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Der Reiseverkehr kann dann schnell ins Stocken geraten, Staus und Unfälle sind wahrscheinlich. Schon geringe Neuschneemengen reichen aus, um Nebenstraßen unpassierbar zu machen. Wer unterwegs sein muss, sollte mehr Zeit einplanen, vorsichtig fahren und Warnungen ernst nehmen, denn der Winter zeigt nun seine ganze Kraft und duldet keine Leichtsinnigkeit. Landesweit wird der Winterdienst im Dauereinsatz stehen müssen.