- Werder Bremen ist nach einer überragenden Hinrunde Tabellenführer der Tischtennis-Bundesliga, deren Leistungsdichte von den Spielern als extrem hoch eingeschätzt wird.
- Ausschlaggebend für den Erfolg sind laut Spielern, Managern und Trainern Transferentscheidungen, taktische Flexibilität bei der Aufstellung und das Wirken von Trainer Cristian Tamas.
- In der Rückrunde erschweren personelle Verstärkungen der Konkurrenz sowie ein neuer Play-off-Modus den sicheren Einzug Werders in die Play-offs.
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Montagvormittag in der alten Werder-Halle, Hemelinger Straße: Die Bälle fliegen. Kirill Gerassimenko, Irvin Bertrand und Marcelo Aguirre stehen im ersten gemeinsamen Training des neuen Jahres. Mattias Falck trainiert daheim in Halmstad/Schweden, er stößt für gewöhnlich drei Tage vor den Spielen dazu. Die Stimmung in der Halle ist entspannt. Was nicht zu wundern braucht. Die vier Werder-Profis sind Hinrunden-Meister der Tischtennis-Bundesliga, von der seit Jahren gesagt wird: Sie ist die stärkste Liga der Welt. Am kommenden Dienstag folgt das nächste Spiel für Grün-Weiß, und auf gewisse Weise schwebt Grün-Weiß zur Halbzeit der Saison in einem Einerseits-Andererseits-Zustand. Einerseits war es eine überragende Hinrunde, andererseits wird es in der Rückrunde deutlich schwerer. Für beides gibt es Gründe, der WESER-KURIER zählt einige auf:
Drei Gründe für Werders Höhenflug
Der Transfererfolg: „Die Verpflichtung von Irvin war ein Volltreffer“, sagt Team-Manager Sascha Greber. „Wir wussten um sein Potenzial, wir wussten, dass er clever spielt“, sagt Trainer Cristian Tamas. „Ja, es war der richtige Schritt, im Moment läuft es perfekt“, sagt der Franzose Irvin Bertrand, der lange in Mühlhausen gespielt hatte. In der Spielerrangliste der Bundesliga ist er unter den Top Ten zu finden. Er gewann sechs von sieben Spielen im Einzel und siegte zweimal im Doppel, einmal an der Seite von Gerassimenko, einmal an der von Falck. Trainer Tamas erzählt von einer kleinen Stil-Umstellung. Vereinfacht gesagt: mehr Rückhand, weniger Vorhand. Zufall oder nicht: Bertrand gewann gegen Gegner, die ihn in den vergangenen Jahren immer geschlagen hatten.
Die Taktik, die aufging: Oft stundenlang, sagt Cristian Tamas, würde er mit Sascha Greber über die Aufstellung brüten. Die im Übrigen zumeist ein Blindflug ist, da die Aufstellung des Gegners in der Regel erst zwei Stunden vor dem Spiel bekannt wird. Doch sie hatten mit Erfolg gebrütet in den vergangenen Monaten. In der Aufstellung ist Werder jetzt im Vergleich zu den Vorjahren deutlich flexibler geworden. Zur Überraschung der Konkurrenz wird Topspieler Mattias Falck auch schon mal auf Position drei gesetzt. Es ließ sich sogar kompensieren, dass Kirill Gerassimenko erst in der zweiten Hälfte der Hinrunde wieder zu alter Stärke zurückfand.
Die Trainerfigur: „Er ist der Schlüssel zu unserem Erfolg“, sagt Marcelo Aguirre, der Anfang Oktober Saarbrückens Olympiasieger Zhendong besiegt und damit für ein kleines Tischtennis-Wunder an der Weser gesorgt hatte. Cristian Tamas wird in Bremen seit vielen Jahren immer wieder gelobt. Nicht nur wegen seines Engagements und Anspruchs, die Spieler am Tisch besser machen zu wollen. Sondern wegen des Bemühens um eine allgemeine Persönlichkeitsentwicklung. „Es geht ja nicht nur darum, dass jemand einen stärkeren Topspin bekommt“, sagt Tamas selbst. Gemeinsam mit Sascha Greber versucht er in Bremen, eine familiäre Atmosphäre für das internationale Team zu schaffen. Und so würden die Profis auch mit Lebensfragen, fernab vom Sport, zu ihm und Sascha Greber kommen, sagt der Trainer.
Drei Gründe für den erhöhten Schwierigkeitsgrad
Die Leistungsdichte in der Liga: Es gehe extrem eng zu in den Meisterschaftsspielen, sagen unisono die grün-weißen Profis. „Die kämpfen alle wie die Hunde“, sagt Kirill Gerassimenko über die Konkurrenz. Kleinigkeiten würden oft entscheiden. Aktuell haben die Bremer im Kampf um die Play-off-Plätze einen Vorsprung von sechs Punkten beziehungsweise drei Siegen auf den Tabellenfünften TTC Schwalbe-Bergneustadt. „Aber wir hatten schon mal einen guten Vorsprung auf Rang fünf und sind dann doch nicht in die Play-offs gekommen“, erinnert sich Cristian Tamas.
Das Aufrüsten der Konkurrenz: Der ASC Grünwettersbach hat den Engländer Tom Jarvis nachverpflichtet, der schon auf etlichen internationalen Turnieren erfolgreich war. Tabellenschlusslicht TSV Bad Königshofen will mit dem zur Rückrunde verpflichteten chinesischen Nationalspieler Xue Fei die Abstiegsränge verlassen. Gleichzeitig würden die Platzhirsche der Branche wie Borussia Düsseldorf und der 1. FC Saarbrücken in der zweiten Saisonhälfte verstärkt darauf achten, dass die Stars an den Tischen der Bundesliga stehen und nicht stattdessen zum Geldverdienen bei einem internationalen Turnier, sagt Sascha Greber. Er sehe Tabellenführer Werder keineswegs als Meisterschaftsfavorit. „Unser Ziel“, sagt er, „wird es sein, die Play-offs zu erreichen. Und dann schauen wir mal, ob uns eine Überraschung gelingt.“
Der neue Play-off-Modus: In der Hauptrunde werde wohl bis zum letzten Spieltag um die Platzierungen gekämpft – und weniger taktiert mit Blick auf das Play-off-Wochenende der besten vier Teams, sagt Cristian Tamas. Hintergrund sei der Versuch einer Aufwertung der Ligarunde. Während in den vergangenen Jahren in den Play-off-Halbfinals automatisch der Erste gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten antrat, darf sich diesmal der Hauptrundensieger aussuchen, ob er gegen den Dritten oder den Vierten spielen möchte. Im Endspurt der Bundesliga werde also kaum zu erwarten sein, dass Teams aus taktischen Gründen mit einer B-Besetzung auflaufen.
Wie beeinflussen Trainerentscheidungen und Taktikanpassungen den Erfolg in der Tischtennis-Bundesliga?
Trainerentscheidungen und Taktikanpassungen haben einen bedeutenden Einfluss auf den Erfolg in der Tischtennis-Bundesliga, da sie unter anderem die gezielte Aufstellung oder Schonung von Spitzenspielern sowie das flexible Reagieren auf Verletzungen und Formschwankungen der Akteure ermöglichen (Artikel 2). Strategische Personalentscheidungen, wie beim TTC Neu-Ulm mit dem parallelen Einsatz verschiedener Teams in unterschiedlichen Wettbewerben, können kurzfristig sportlichen Erfolg bringen, führen allerdings auch zu Konflikten mit Regularien und zu langfristiger Instabilität (Artikel 3). Somit zeigt sich, dass nicht nur individuelle Spielerqualität, sondern auch das verantwortungsbewusste Verhalten der Trainer und die Anpassung an den Spielbetrieb entscheidend für nachhaltigen Erfolg sind.
Quellen
Welche Auswirkungen haben personelle Verstärkungen anderer Vereine auf die Chancen von Werder Bremen im Kampf um die Play-offs?
Personelle Verstärkungen anderer Vereine verschlechtern die Chancen von Werder Bremen im Kampf um die Play-offs zusätzlich, da Werder aktuell selbst mit erheblichen Personalsorgen und zahlreichen Ausfällen zu kämpfen hat (Artikel 1, 3). Während andere Teams ihre Kader gezielt verstärken können und somit bessere Voraussetzungen im Saisonendspurt haben, müssen die Bremer notgedrungen auf Umbesetzungen und unerfahrenere Spieler setzen, was ihre Wettbewerbsfähigkeit schwächt (Artikel 3). Die allgemeine sportliche Krise und die dünne Personaldecke machen es für Werder schwerer, mit den verstärkten Konkurrenten mitzuhalten und Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze zu sammeln (Artikel 1, 3).
Quellen
Wie unterscheidet sich der neue Play-off-Modus der Tischtennis-Bundesliga von früheren Jahren und welche strategischen Folgen ergeben sich daraus?
Der neue Play-off-Modus der Tischtennis-Bundesliga unterscheidet sich von früheren Jahren durch die Einführung einer „best-of-three“-Serie im Aufstiegsfinale, was den Wettbewerbscharakter stärkt und mehr Spannung verspricht. Im Gegensatz zu vorher gab es jedoch zunehmend das Problem, dass Teams aus finanziellen oder organisatorischen Gründen zum Saisonende nicht mit vollem Einsatz antraten oder die Teilnahme ablehnten, wodurch die sportliche Relevanz beeinflusst wurde. Strategisch bedeutet der neue Modus, dass Vereine frühzeitig klären und entscheiden müssen, ob sie einen Bundesliga-Aufstieg tatsächlich anstreben, was eine engere Abstimmung mit dem Verband sowie eine verstärkte Ausrichtung auf langfristige Planung und Wettbewerbsvorbereitung erfordert.
Quellen
Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.
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