An der Rheinuferpromenade
Idee: Alter Hafen soll zum „Hafenbad“ für jeden werden
05.01.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Entwurf von Ralf Breuer: Aus dem Hafenbecken an der Rheinuferpromenade wird ein Schwimmbad mit mehreren Becken. (Quelle: Architekturbüro Ralf Breuer)
Der Alte Hafen in der Altstadt soll umgestaltet werden. Ein Düsseldorfer Architekt schlägt ein Schwimmbad vor, das im Winter zur Eisbahn umfunktioniert wird.
Der Aalschokker ist schon lange weg, doch auch ohne das marode Schiff im grün-verschmutzten Wasser bleibt der Alte Hafen an der Rheinuferpromenade ein höchst unattraktiver Ort in der Düsseldorfer Altstadt. Der Architekt Ralf Breuer bezeichnet die Gegend rund um das Hafenbecken als „wenig lebendig, um nicht zu sagen tot“, trotz der zentralen Lage verirre sich selten jemand dorthin. Deshalb machte er sich zum Alten Hafen Gedanken und stellte sich die Frage, wie der Raum wohl am besten genutzt, wie er wiederbelebt werden könnte.
Die Antwort legte Breuer nun in Form eines Entwurfes vor: eine öffentliche Schwimm- und Badeanstalt mit dem Arbeitstitel „Hafenbad“. Der Architekt ließ sich für seine Idee von ähnlichen Einrichtungen in Kopenhagen inspirieren, wo es allein in innenstädtischer Lage mehrere Bade- und Schwimmeinrichtungen gibt. Breuer sagt: „Solche Orte erhöhen die Lebensqualität in einer Stadt enorm – obwohl die in Kopenhagen bekanntermaßen ohnehin schon sehr hoch ist.“
Der Entwurf für den Alten Hafen sieht nicht nur ein 50-Meter-Sportbecken und ein Kinderbecken vor, sondern „mit einem gewissen Mehraufwand“ sind laut Breuer auch ein Sprungbecken sowie Whirlpools realisierbar. Im Winter könnte man die Fläche zur Eisbahn umfunktionieren oder zum Eisbaden nutzen.
Doch im Gegensatz zu anderen bereits umgesetzten architektonischen Projekten in Düsseldorf solle das Hafenbad in erster Linie nicht dem Ziel dienen, Touristen in die Stadt zu locken. „So ein Schwimmbad wäre ein Ort, an dem man sich trifft, Sport treibt und sich entspannt – und das mitten in der Stadt“, sagt Breuer. Das „Hafenbad“ wäre für ihn ein Angebot für die gesamte hiesige Stadtgesellschaft.
Der 65 Jahre alte Architekt erachtet gerade vor dem Hintergrund des im vergangenen Sommer in Kraft getretenen Badeverbots im Rhein ein derartiges Angebot für sinnvoll. Ebenso wäre für ihn das Schwimmbad eine Maßnahme gegen die Verödung der Innenstadt. Breuer sagt: „Es wird ja schon seit Jahren darüber diskutiert, wie innenstädtische Flächen in Zukunft genutzt werden könnten. Das Hafenbad wäre da bestimmt nicht die schlechteste Idee.“
