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TCL-Fernseher: Satte Farben mit weißen LEDs und neuen Nanopartikeln
Obgleich TCL auf der letztjährigen IFA gezeigt hat, dass es auch LCD-TVs mit RGB-LEDs bauen kann, deutete sich der jetzige Stand ein wenig an: Man feile nicht an RGB-LEDs, sondern an der sauberen LED-Ansteuerung, hieß es seinerzeit vom Hersteller.
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Weiße LEDs lassen sich billiger produzieren als farbige Dioden und satte Farben können man auch mit farbkonvertierenden Quantenpunkten aus dem weißen Licht erzeugen, argumentierte TCL.
Farbstarke Superkristalle
Mit den selbst entwickelten “Super Quantum Crystals“ (Super QLEDs) sollen die TVs laut Hersteller 100 Prozent des BT2020 Farbraums abdecken. Zudem sorge ein neuer Farbfilter und ein exakter Algorithmus für die konsistente Farbwiedergabe innerhalb der Bildsequenzen.
Das WHVA-Panel von CSOT, der zum TCL-Konzern gehörender Panelhersteller, soll große Einblickwinkel bieten und die Reflexionen im Bild reduzieren. Tatsächlich konnte das HVA-Panel im vergangenen c‘t-Test von Smart-TVs diesbezüglich überzeugen, die Farben waren weniger blickwinkelabhängig als bei anderen LCD-TVs.
Die geringe Blickwinkelabhängigkeit dürfte das Display auch dem reduzierten Abstand zwischen Flüssigkristallschicht und Backlight zu verdanken haben; diesen ermöglichen neue Linsenkappen auf den winzigen LEDs. Weil das Backlight näher an die bildgebende Schicht gerückt ist, besteht zudem weniger Gefahr, dass es in benachbarte Zonen streut.
Sehr viele Zonen
In TCLs Topmodellen aus der X11L-Serie produzieren bis zu 20.000 Dimming-Zonen satte Kontraste und sorgen dafür, dass kaum Halos um leuchtende Objekte entstehen; als Spitzenleuchtdichte nennt TCL 10.000 cd/m2., ein sehr hoher Wert für große Fernseher.
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Schmaler Rahmen des X11L von TCL.
(Bild: TCL)
Der hauseigene TSR-Prozessor steuert das Backlight-Dimming inklusive Halo Control und sorgt für die Bildoptimierung mit Upscaling und Bewegungskompensation. Als Betriebssystem nutzen die smarten TCL-Fernseher Google TV, Gemini ist als interaktive KI ebenfalls integriert. Außerdem hat TCL ein Audiosystem von Bang & Olufsen eingebaut, was ordentlichen Klang erwarten lässt.
Der schlanke X11L ähnelt von der Seite einem OLED-Fernseher.
(Bild: TCL)
Die nur zwei Zentimeter dicken Fernseher sind schmal eingefasst, fürs Streaming halten sie neben HDR 10 und HLG (für TV-Signale) die beiden dynamischen HDR-Formate HDR10+ und Dolby Vision inklusive Anpassung an die Umgebungshelligkeit (Dolby Vision IQ). Fürs schnelle Spiel frischen die LCDs die Bildinhalte mit 144 Hertz auf, bei halbierter Auflösung sollen auch 288 Hertz möglich sein. Das Display beherrscht FreeSync, reduziert automatisch die Latenz (ALLM) und hält für Gamer eine Game Bar für flinke Spieleinstellungen bereit.
Preisfrage
Wo liegt der Knackpunkt? Trotz „nur“ weißer LEDs im Backlight und LCD-Technik veranschlagt TCL einen Preis von 7000 Dollar für das 77-Zoll-Modell. Damit wird die X11L-Serie auch im freien Handel nicht wesentlich günstiger sein als vergleichbare LCD-TVs mit RGB-Micro-LEDs von Samsung & Co. oder gar OLED-TVs. Deshalb wird es umso interessanter, ob die farbigen LEDs im Backlight der anderen Hersteller tatsächlich einen merklichen Vorteil bei der Bildqualität bringen.
Die Fernseher der X11L-Serie will TCL mit 75 Zoll, 85 Zoll und 98 Zoll anbieten, die beiden größeren mit 2,15 Meter und 2,50 Meter Diagonale sollen 8000 respektive 10.000 US-Dollar kosten.
heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
(uk)
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