Die Aktie von Arafura Rare Earths profitiert von einem milliardenschweren EU-Programm zur Förderung alternativer Lieferketten für Seltene Erden außerhalb Chinas.

Die Titel von Arafura Rare Earths legen heute zu. Rückenwind kommt vor allem aus Europa: Die EU stellt 3 Milliarden Euro für ihre Strategie zu kritischen Rohstoffen bereit und rückt Anbieter außerhalb Chinas stärker in den Fokus. Für Arafura, das mit dem Nolans-Projekt weit fortgeschritten ist, könnte das ein wichtiger Hebel werden.

  • Aktie um rund 4,8 % fester bei etwa 0,16 Euro
  • EU-ReSourceEU-Plan mit 3 Mrd. Euro ausgestattet
  • Arafura als nicht-chinesischer Anbieter explizit im De-Risking-Kontext genannt
  • Institutionelle Investoren positionieren sich zum Jahreswechsel neu

EU-Gelder als Kurstreiber

Der unmittelbare Auslöser für die Kursbewegung ist die Bestätigung der Finanzierung des europäischen ReSourceEU Action Plans. Die EU stellt 3 Milliarden Euro bereit, um alternative Bezugsquellen für kritische Rohstoffe außerhalb Chinas zu fördern und die Lieferketten robuster zu machen.

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In diesem Rahmen wird Arafura mit seinem Nolans-Projekt in Australien zunehmend als strategischer Profiteur gesehen. Der Markt bewertet das Unternehmen als potenziellen Baustein beim politischen Ziel, die Abhängigkeit von chinesischer Verarbeitungskapazität zu reduzieren.

Gleichzeitig zieht der gesamte Sektor an. In den vergangenen 24 Stunden gab es mehrere Signale für erhöhtes Interesse an Seltenen Erden und kritischen Metallen:
– USA Rare Earth legte am 5. Januar um 18,9 % zu, angetrieben von Spekulationen über Ressourcenzugang nach geopolitischen Verschiebungen in Venezuela und starker Inlandsnachfrage.
– Apex Critical Metals erhielt am 5. Januar eine wichtige Explorationsgenehmigung für das Rift Rare Earth Project in Nebraska – ein Hinweis auf regulatorische Unterstützung in westlichen Staaten.

Parallel dazu zeigen Meldungen aus Ende Dezember, dass große Adressen wie Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) und Morgan Stanley ihre wesentlichen Positionen in Arafura angepasst haben. Sie haben sich damit vor Beginn des Börsenjahres 2026 neu aufgestellt.

Geopolitischer Hintergrund

Die aktuelle Kursstärke steht im Kontext der anhaltenden Auseinandersetzungen um Technologie- und Rohstoffversorgung. Analysen zum Handelsumfeld 2025/2026 verweisen auf eine fragile Entspannung: Zwar hatten die USA und China in Busan einen vorläufigen Stopp weiterer Exportbeschränkungen vereinbart, diese Regelung wird jedoch 2026 wieder überprüft.

China kontrolliert derzeit rund 70 % der weltweiten Raffineriekapazitäten für strategische Mineralien. Vor diesem Hintergrund sprechen Anlegerpublikationen Anfang Januar 2026 von einer Art „Rohstoff-Goldrausch“ und nennen Arafura neben Lynas und MP Materials als zentrale Kandidaten, um diese Dominanz aufzubrechen. Anders als frühe Explorer verfügt Arafura über ein vergleichsweise weit fortgeschrittenes Projekt und kann damit gezielter von staatlichen Kapitalprogrammen in EU und Nordamerika profitieren.

Auffällig ist die unterschiedliche Wahrnehmung innerhalb des Sektors:
Lynas Rare Earths steht stärker unter Druck von Short-Sellern und rangierte am 5. Januar auf Platz 34 der Short-Liste der ASX. Arafura hingegen wird mit einem Aufschlag als „strategischer Vermögenswert“ gehandelt, weil Investoren darauf setzen, dass die Produktion für die Erreichung westlicher Nachfrageziele bis 2030 notwendig wird.

Ausblick und zentrale Marken

In den kommenden Wochen richtet sich der Blick auf die konkrete Ausgestaltung der 3 Milliarden Euro aus dem ReSourceEU-Programm. Entscheidend wird sein, ob daraus direkte Abnahmeverträge oder Finanzierungsbausteine für australische Projekte entstehen.

Aus technischer Sicht konsolidiert die Aktie derzeit um 0,275 AUD (rund 0,16 Euro). Kurzfristig gilt der Fokus darauf, ob dieses Niveau bis zum Ende der morgigen ASX-Sitzung gehalten werden kann. Mittel- bis langfristig bleibt für Arafura der Umstand zentral, dass der Markt für Seltene Erden laut IMARC Group von 12,44 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf knapp 37 Milliarden US-Dollar bis 2033 wachsen soll – Projektumsetzung und die Übersetzung der politischen Unterstützung in konkrete Erlöse sind dabei die entscheidenden Stellhebel.

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