Während die Konkurrenz fleißig verpflichtet, kommt auch der Transferball in Bochum langsam ins Rollen.
Zum Trainingslager-Start am Montag war die Warnung von VfL-Cheftrainer Uwe Rösler (57) klar: „Die Mannschaften, die in der Tabelle um uns herumstehen, schlafen alle nicht. Wir müssen aufpassen, dass wir wachsam sind.“ Gemeint sind damit u. a. Bielefeld (3 Neuzugänge), Düsseldorf (2) und Kiel (2), die bereits nachgelegt haben. Beim Pottklub ist bislang „nur“ Mikkel Ragneberg (23) neu mit dabei. Rösler hat den Verantwortlichen mitgeteilt, auf welchen Positionen sich der Verein noch verbessern kann. Die Hoffnung ist groß, dass in der Türkei-Woche noch ein weiterer Neuzugang kommt. „Je früher, desto besser. Aber da müssen alle Parteien mitspielen. Wir hoffen, dass wir noch etwas machen können und jemand kommen kann. Wenn das nicht klappt, fängt er eben in Bochum mit uns an“, meint Rösler.
Auch auf der Abgangsseite wird sich bei Bochum etwas tun. Colin Kleine-Bekel (22/kam im Sommer ablösefrei aus Kiel) reiste am Dienstagmorgen ab, steht vor einer Leihe zum Schweiz-Klub St. Gallen. Letzte Details sollen noch zu klären sein. Wenn in der Innenverteidigung nichts mehr passieren, wird es auf dieser Position keine Verpflichtung mehr geben. Schließlich hat Rösler mit Noah Loosli (28), Philipp Strompf (27), Kevin Vogt (34) und Erhan Masovic (27) vier Optionen. Sollte Ibrahima Sissoko (28/aktuell mit Mali beim Afrika-Cup) den Verein noch verlassen, wäre ein Kandidat schon vor Ort. Marcel Sobottka (31) kennt Rösler aus seiner Düsseldorf-Zeit, ist aktuell ohne Vertrag und wäre daher günstig zu haben.

Hohe Belastung: Marcel Sobottka (31) schwitzt für einen Vertrag in Bochum
Foto: Klemm/BILD
Übrigens: Bei der ersten Einheit heute, die pünktlich um 10 Uhr startete, fehlte neben Kleine-Bekel auch Francis Onyeka (18/Magenbeschwerden). Romario Rösch (26) beendete das Training ebenfalls mit Magenproblemen früher als geplant. Für Kleine-Bekel soll niemand nachreisen. Abgesehen von möglichen Neuzugängen.