Wenn Anfang Januar in der ÖVB-Arena das Licht gedimmt wird, die Musik einsetzt und die Fahrer mit Vollgas über die steilen 166 Meter der Bahn schießen, beginnt in Bremen für viele die „fünfte Jahreszeit“. Die Six Days Bremen sind längst mehr als ein Bahnradrennen. Wer einmal dort war, versteht schnell: Das ist Spitzensport aus nächster Nähe.
Genau darüber spricht Erik Weißfennig, sportlicher Leiter und Geschäftsführer der Six Days, in der neuen Folge des „Zweite Luft“-Podcasts mit Felix Herkenrath. Weißfennig war selbst Profi auf der Bahn, wurde Weltmeister und organisiert heute das Event, bei dem in Bremen jedes Jahr das Bahnrad-Herz schneller schlägt.
Warum Bremen so besonders ist
Bremen ist kein beliebiges Sechs-Tage-Rennen. Die Bahn ist kurz, steil, eng und dadurch gnadenlos intensiv. Wenn die Fahrer mit hohem Tempo in die Kurven drücken, sitzt du so nah dran, dass du Geschwindigkeit nicht nur siehst, sondern spürst. Weißfennig nennt es einen „Hexenkessel“. Und das trifft es ziemlich gut.
Dazu kommt: Die Six Days spielen bewusst mit Kontrasten. Auf der Bahn wird knallhart gefahren – Punkte, Rundengewinne, Entscheidungen auf Messers Schneide. Drumherum läuft die Party: Musik, Show, drei Hallen, Stimmung wie „Schützenfest im Winter“, wie es in der Szene gern heißt. Für viele ist genau diese Mischung der Reiz: Sportfans bekommen Topniveau, alle anderen einen Abend, der auch ohne Regelstudium funktioniert.
Die Namen, auf die es sich zu achten lohnt
Für die sportliche Qualität ist Weißfennig mitverantwortlich – und er legt Wert auf ein Fahrerfeld, das bis zum Finale offen bleibt. Das heißt: keine „Über-Teams“, sondern ausgeglichene Paarungen, die Spannung erzeugen.
In diesem Jahr sind unter anderem bekannte Namen dabei – darunter Fahrer, die viele auch vom Straßenradsport kennen. Gerade das macht Bremen so attraktiv: Du bekommst Athleten, die im Sommer große Rundfahrten bestreiten, im Winter aber in diesem engen Oval plötzlich in einer völlig anderen Disziplin bestehen müssen.
Perfekt für einen Bremen-Trip im Januar
Wer Lust auf einen Kurztrip hat, findet hier ein ziemlich dankbares Paket: vier Tage Event statt einer ganzen Rennwoche, also ein verlängertes Wochenende. Samstag ist traditionell der lauteste Abend, Sonntag hat mit Frühschoppen und Traditionsmomenten seinen eigenen Charme, Montag liefert das Finale sportlich meist der beste Tag.
Bremen selbst spielt da gut mit: Innenstadt, Schlachte, Viertel – du kannst den Tag entspannt starten und abends in die Arena gehen. Selbst wenn du noch nie bei einem Bahnradrennen warst: Die Atmosphäre trägt dich. Und danach hast du garantiert Gesprächsstoff.
Hör-Tipp: Die neue „Zweite Luft“-Folge zum Six-Days-Start
Wer vor dem Trip wissen will, wie viel Planung, Akquise und Fingerspitzengefühl hinter dem Event steckt, bekommt in der neuen Folge des „Zweite Luft“-Podcasts genau das: Weißfennig erzählt, warum er die Veranstaltung aus Athletenperspektive organisiert, weshalb Bremen sportlich so anspruchsvoll ist – und was ein traditionsreiches Event heute tun muss, um relevant zu bleiben.
Die neue Folge „Zweite Luft“ mit Erik Weißfennig gibt’s überall, wo es Podcasts gibt – und sie ist der perfekte Einstieg, wenn du im Januar in Bremen nicht nur „dabei sein“, sondern verstehen willst, warum dieses Rennen für viele ein Pflichttermin ist.
